Energiewende muss den Mittelstand einbinden – MITTELSTANDSVERBUND bei Auftaktveranstaltung des Dialogprozesses „Mittelstand, Klimaschutz und Transformation“

Das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium hat einen Dialogprozess mit den Wirtschaftsverbänden eingeleitet, an dem sich DER MITTELSTANDSVERBUND aktiv beteiligt. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurden erste inhaltliche Leitplanken für die weitere Arbeit festgelegt. Entscheidend ist dabei, dass die besonderen Bedürfnisse und belastbaren Erfahrungen mittelständischer Unternehmen von der Politik berücksichtigt werden.

Berlin, 04.07.2022 – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat eine Reihe von Wirtschaftsverbänden zu einem Dialogprozess „Mittelstand, Klimaschutz und Transformation“ eingeladen. Ziel des gegenseitigen Austauschs soll es sein, konkrete politische Maßnahmen zu identifizieren, die gerade mittelständischen Unternehmen dabei helfen können, die eigene Energieeffizienz zu erhöhen, Emissionen zu verringern sowie in Zeiten steigender Energiepreise die eigene Wirtschaftlichkeit zu sichern. Am 1. Juli 2022 fand im BMWK die Auftaktveranstaltung des Dialogprozesses unter Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs und Mittelstandsbeauftragen der Bundesregierung, Michael Kellner MdB, statt. Hierbei konnte DER MITTELSTANDSVERBUND auch die besondere Perspektive der mittelständischen Kooperationen in die Diskussion einbringen.

Ein Einblick in die Auftaktveranstaltung des Dialogprozesses "Mittelstand, Klimaschutz und Transformation" des BMWKIm Rahmen von Breakout Sessions zu den inhaltlichen Aspekten Fachkräfte, Energiepreise, Finanzierung und Dekarbonisierung wurde die unterschiedlichen Herausforderungen in kleineren Gruppen erörtert. Dabei wurde deutlich, dass es – über die aktuell infolge des Ukraine-Kriegs stark steigenden Energiepreise hinaus – vor allem strukturelle Probleme und bürokratische Vorgaben sind, welche Investitionen in mehr Klimaschutz und Energieeffizienz im Mittelstand behindern. Dabei betonte DER MITTELSTANDSVERBUND insbesondere, dass die existierenden mittelständischen Initiativen in diesem Bereich besser anerkannt und die darin liegenden Potentiale somit viel stärker ausgeschöpft werden müssten: So sollten die Klimaprofis, die im Rahmen des Projekts Klimaverbunds ausgebildet und von den Verbundgruppen eingesetzt werden, eine offizielle Zertifizierung analog zu den bereits anerkannten Energieberatern erhalten. Auf diese Weise ließen sich auch die personellen Engpässe bei den für geförderte Maßnahmen benötigten Fachkräften leichter abbauen damit die Geschwindigkeit der Umsetzung von Maßnahmen in den mittelständischen Unternehmen deutlich erhöhen. Hier ist die Politik gefragt, unnötige Bürokratie und praxisuntaugliche Vorgaben so schnell wie möglich abzubauen.

Der Mittelstandsbeauftragte Kellner betonte, dass die Auftaktveranstaltung eben nur den ersten Schritt eines längerfristigen Dialogprozesses darstelle. Alle beteiligten Verbände sind aufgerufen, ihre Vorschläge und Anliegen schriftlich bis Ende August an das BMWK zu übermitteln. Auf dieser Grundlage möchte das BMWK ein Paket mit konkreten politischen Maßnahmen erarbeiten, das im Rahmen des nächsten Präsenztermins Ende September vorgestellt und mit den Verbänden diskutiert werden soll. DER MITTELSTANDSVERBUND wird diese Möglichkeit selbstverständlich wahrnehmen und den weiteren Prozess aufmerksam sowie konstruktiv begleiten.

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