dmexco 2017 – Services für die digitale Kundenansprache

Auf der „Digital Marketing Exposition and Conference“ (dmexco) präsentierten in diesem Jahr über 1.000 Aussteller digitale Services auch für den stationären Handel – von der Kundenansprache bis zur Digitalisierung am Point-of-Sale.

Köln, 22.09.2017 – Die „Digital Marketing Exposition and Conference“ (dmexco) ist die europaweit größte Messe für die digitale Industrie. Vom 13. bis 14. September präsentierten sich in Köln 1.050 Aussteller aus 35 Ländern auf gut 100.000 Quadratmetern den 50.000 Besuchern. Vorgestellt wurden Anwendungen und Dienstleistungen, die den stationären Handel ins digitale Zeitalter führen sollen.

Besonders interessant für den kooperierenden Mittelstand waren in diesem Jahr die Themen digitale Kundenansprache, Digitalisierung am POS und künstliche Intelligenz. DER MITTELSTANDSVERBUND hat sich vor Ort umgesehen.

Der digitalisierte Point-of-Sale

Eines wurde in diesem Jahr in den Reihen der Aussteller ziemlich deutlich: Online- und stationärer Handel verschmelzen immer mehr. Denn auch der stationäre Handel sucht seine Kundschaft vermehrt online. Dass sich dieses Jahr unter den Reihen der Aussteller auch besonders viele Anbieter für Shop- und Multichannel-Software fanden, war keine allzu große Überraschung. Click & Collect, Location Based Advertising oder Geo-Fencing sind dabei nur einige der Lösungen, die auf der Messe vorgestellt wurden.

Die Digitalisierung hört an der Ladentür jedoch bekanntlich noch lange nicht auf. Auch der stationäre Handel muss dem Kunden ein durchgehendes, digitales Kauferlebnis bieten. Dies beginnt bei maßgeschneiderten Angeboten durch die Auswertung der über WLAN generierten Daten und endet bei digitalen Checkout-Systemen zur schnellen Zahlungsabwicklung. Auch digitale Assistenzsysteme für eine zielgerichtete Beratung im Store wurden präsentiert.

Künstliche Intelligenz in der Kundenansprache

Auch die Möglichkeiten für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen in der Kundenansprache wurden vorgestellt. Bonial experimentiert beispielsweise mit dem „kaufda AngeBOT“. Gibt der Nutzer ein Produkt ein, sucht der Bot nach Angeboten in der Nähe und gibt die aktuellen Prospekte aus.

Ein Blick in die Messehallen zeigt, wie kontinuierliche Services mithilfe von Bots optimiert werden können. Unternehmen können so direkt in den Dialog mit dem Kunden treten, beispielsweise indem der Bot auf bestimmte FAQ der Kunden trainiert wird. Um noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können, werden Bots auch zunehmend mit Smart-Home-Anwendungen und intelligenten Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home verknüpft.

Mit Machine Learning wird das System trainiert, es lernt ständig dazu und passt sich dem Kunden auf diese Weise auch immer besser an. Um Chatbots oder andere KI-Systeme erfolgreich anzuwenden, braucht es jedoch vor allem eine große Datenbasis – an die viele mittelständische Händler erst noch kommen müssen.

Welche Auswirkungen hat die Datenschutzgrundverordnung?

Welche Auswirkungen die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) auf die Sammlung und Verarbeitung von Kundendaten haben wird, wurde in verschiedenen Panels intensiv diskutiert.

Die Regelungen der DS-GVO gelten ab dem 25. Mai 2018. Ein wesentlicher Knackpunkt wird dann das Thema Einwilligung sein: Wenn der Kunde fortan über die Verwendung seiner Daten entscheiden kann, müssen Unternehmen und Werbetreibende Überzeugungsarbeit leisten. Der Nutzer muss erfahren, wie auch er von der Sammlung seiner Daten profitiert, beispielsweise durch individuelle Angebote oder einen passgenauen Service – sowohl online als auch auf der Fläche.

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