Brasilien-Projekt: Internationales Partnerschaftsprojekt mit FEBRAMAT startet ins 3.Projektjahr

Virtuelle Kommunikationsplattformen ermöglichen auch in Zeiten der Covid-19-Pandemie ein erfolgreiches Fortführen der internationalen Zusammenarbeit.

Das Verbandpartnerschaftsprojekt zwischen dem MITTELSTANDSVERBUND und FEBRAMAT konnte sich in den vergangenen Monaten trotz pandemiebedingter Reiserestriktionen, erschwerter Arbeitsbedingungen und der dynamischen Entwicklung der Rahmenbedingungen weiterhin positiv. Die solide partnerschaftliche Basis zwischen den Partnerverbänden, welche in der ersten Projekthälfte geschaffen wurde, trug maßgeblich dazu bei, die Zusammenarbeit in virtueller Form strukturiert und fokussiert fortzusetzen. Als besonders hilfreich dabei hat sich das Einsetzen von Online-Tools mit integrierbarer Simultanübersetzung erwiesen. Die Projektpartner stellten schnell fest, dass die internationale EntwicklungsZOOMsammenarbeit eine gute Alternative darstellt und gemeinsamen Ziele auch virtuell erfolgreich fortentwickelt werden können. 

Logo des ProjektesZiel des vom BMZ über sequa gGmbH finanzierten Projektes ist es
FEBRAMAT in der Interessensvertretung und Erbringung von Dienstleistungen zu stärken und zu professionalisieren, um langfristig den kooperierenden kleinen und mittleren Unternehmen in Brasilien eine starke Stimme zu geben. Hinsichtlich der politischen Interessenvertretung, Kernelement des KVP-Projekts, konnte gerade durch die pandemiebedingte Virtualisierung der Arbeitsprozesse im Bereich der Politik ein wichtiger Durchbruch erzielt werden: FEBRAMAT gelang es, durch diverse virtuelle Konferenzen mit Abgeordneten des Kongresses bzw. Senats, den Austausch mit Entscheidungsträgern der brasilianischen Politik aufzunehmen und zugleich die Bildung strategischer Allianzen für die politische Arbeit fortzuführen. Die Einflussnahme auf rechtliche Rahmenbedingungen für brasilianische KMU rückt trotz oder gerade wegen der Covid-19-Pandemie weiter ins Zentrum der Verbandsaktivitäten.

Auch wenn virtuelle Kommunikation die Begegnungen zwischen Menschen in ein rechteckiges Format zwängt, der Austausch sich auf eine flache Oberfläche reduziert, profitierte die Verbandspartnerschaft von den Gegebenheiten: Auf Grund der virtuellen Projektarbeit konnten in 2020 ursprünglich für Ehrenamt und Geschäftsführung der FEBRAMAT vorgesehene Trainings und Schulungen, auch für weitere Interessenten geöffnet werden. Die Projektmaßnahmen konnten somit auch über die direkte Zielgruppe des KVP hinaus für Verbundgruppenzentralen, Anschlusshäuser/Einzelunternehmen und weitere Akteure angeboten werden. So inspirierte zum Beispiel Herr Hartmut Goldboom im Rahmen eines Webinars der Hagebau eG im November 2020 knapp 300 Teilnehmende.

Im dritten Projektjahr soll FEBRAMAT weiterhin darin unterstützt werden, virtuelle Schulungsangebote gemäß der Interessen der Verbandsmitglieder anzubieten. Dabei sollen fortan auch Themenschwerpunkte der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz für Verbundgruppen in Brasilien weiter ausgebaut werden. Ob im Verlauf des Jahres die Projektaktivitäten vor Ort wieder aufgenommen werden können bleibt ungewiss. Sicher ist jedoch, dass die Zuversicht und der Optimismus der Brasilianer ansteckender sind und bleiben, als jedes Virus es jemals sein wird.

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Clarissa Beckert-SchmidDER MITTELSTANDSVERBUND
Clarissa Beckert-Schmid Referentin für Projektmanagement Mehr Infos
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