Chicago, the windy city: MITTELSTANDSVERBUND auf der Händlerreise der EK/servicegroup

Zum Start in den Frühling wartete die EK/servicegroup mit einem besonderen Highlight auf: Vom 28. Februar bis 06. März ging es auf Studienreise nach Chicago/USA zur International Home + Housewares Show, einer der weltweit größten Messen für Lifestyle und Trend-Produkte rund um das Thema „Zuhause“. Auch DER MITTELSTANDSVERBUND nahm an der Händlerreise teil.

Chicago, März 2019 – „Mud City“, „Great Commercial Tree“, „Heart of America“ – Chicago ist die Stadt mit den vielen Gesichtern und ebenso vielen Spitznamen, wobei „the windy city“ wohl am bekanntesten ist. Und wer denkt, Chicago verdankt diesen Kosenamen etwa nur dem scharfen Wind („The Hawk“), der durch die Häuserschluchten pustet, der irrt. Denn als „windig“ gilt Chicago nicht nur aufgrund der starken Brise, sondern auch in Bezug auf seine Politiker. Hintergrund: Im 20. Jahrhundert galt die Stadt als eine der korruptesten weltweit.

Chicago ist die Stadt mit den vielen Gesichtern und ebenso vielen Spitznamen.Bereits die Anreise vom O'Hare International Airport lässt aus kilometerweiter Entfernung erahnen, welch atemberaubende Skyline Chicago zu bieten hat. Kaum verwunderlich, dass die Stadt als Geburtsstätte der Wolkenkratzer gilt.

Doch im Jahr 1871 wütete in Chicago das "Great Fire“, welches die Stadt zum Großteil zerstörte. Wurde vor dem Brand das Gros der Gebäude aus Holz errichtet, setzte man fortan auf feuerresistenten Stahlbeton, was der Stadt noch einen weiteren Spitznamen ,„the city of steel“, einbringen dürfte. Wohin das Auge reicht, ragen Stahlskelette aus dem Stadtbild. Trotz des vernichtenden Feuers hat sich Chicago rasch zu einem wichtigen Finanz- und Handelszentrum des Mittleren Westens entwickelt.

 v.l.: Julia Quick, Jochen Pohle, beide EK/servicegroup, Klaus Rennings, mali Klaus Rennings GmbH, Juliane Ibold, DER MITTELSTANDSVERBUND und Daniel Kullmann, EK/servicegroup.Durch die Kooperation mit dem US-Amerikanischen Industrieverband IHA (International Housewares Association) ist dies für den Bielefelder Mehrbranchenverbund EK/servicegroup Anlass genug, um einmal im Jahr die Handelsmetropole Chicago zu besuchen und den Handels-Frühling einzuläuten. Organisiert wurde die Studienreise durch Daniel Kullmann, Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Internationale Kooperationen, sowie Julia Quick, Unternehmenskommunikation, EK/servicegroup. Auf dem Programm standen unter anderem der Besuch der weltweit größten Elektro- und Haushaltwarenmesse International Home + Housewares Show, die Besichtigung außergewöhnlicher Handelskonzepte auf der Michigan Avenue und eine Führung durch das weltberühmte Macy´s-Kaufhaus „Marshall Field“. Auch Juliane Ibold, Leiterin Kommunikation und Digitalisierung, DER MITTELSTANDSVERBUND, nahm an der Händlerreise teil.  

International Home + Housewares Show – and the gia goes to..

Vom 2. bis 5. März fand in Chicago die International Home + Housewares Show statt.Vom 2. bis 5. März fand in Chicago die International Home + Housewares Show statt und gab Einblicke in die neuesten, an den Marktbedürfnissen ausgerichteten Haushaltsprodukte, Designs und Trends sowie in die wichtigsten Branchenentwicklungen. Auch in diesem Jahr lag der Fokus auf Neuheiten für das vernetzte Haus.

Doch nicht nur die „Großen“ bekamen die Chance, sich zu präsentieren, auch rund 60 neuen Ausstellern bot die Messe mit der „New Exhibitor Preview“ eine Bühne, um innovative neuartige Produkte vorzustellen. Von nachhaltigen und wiederbefüllbaren Kaffeekapseln über innovative Weinöffner, Do-it-yourself-Käse-Sets bis hin zum Bluetooth-Grillthermometer war alles dabei.

Eines der Highlights der Messe, die von der International Housewares Association (IHA) veranstaltet wird, war die Verleihung der gia Global Honorees. Der gia Wettbewerb wurde von der IHA and International Home + Housewares Messe im Jahr 2000 ins Leben gerufen, um Innovationen und herausragende Leistungen im Fachhandel für Haushaltswaren und Wohnzubehör auf der ganzen Welt zu fördern. Auch das deutsche Fachgeschäft und Anschlusshaus der Verbundgruppe EK/servicegroup eG S-Kultur ist in diesem Jahr unter den vier Gewinnern. Das Team des Haushaltswaren-Fachgeschäfts gestaltet den Einkauf zum Aufenthalt mit Wohlfühlerlebnis und bietet seinen Kunden „Alles rund ums Genießen“ – von Haushaltwaren und Lifestyle-Artikeln über einen Grillshop sowie einer Kochschule bis hin zu einer Kaffeebar.

Die Händler werden nach den folgenden Kriterien bewertet: Allgemeiner Auftritt, Strategie und Ausblick Ladendesign und -gestaltung, Visual merchandising, Gestaltung und Schaufenstergestaltung, Marketing,  Anzeigen und Werbemaßnahmen, Kundenservice und Mitarbeiterschulung sowie Innovation.

The Magnificent Mile und Macy´s-Kaufhaus „Marshall Field“

Neben dem Messebesuch stand die Erkundung der typisch amerikanischen Einzelhandelslandschaft mit ihren vielfältigen Konzeptideen auf dem Programm der Händlerreise. Mit 250 Unternehmenshauptsitzen, darunter 29 Fortune 500-Unternehmen (Fortune Global 500 ist eine jährlich erscheinende Liste der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt) und 1.500 ausländischen Firmen ist Chicago DER Wirtschaftsstandort schlechthin. Ganz besonders beeindruckend ist „The Magnificent Mile“, auf der Shoppingbegeisterte viele renommierte Kaufhäuser und zahlreiche Boutiquen und Concept Stores finden.

Natürlich durfte auch eine Führung durch das weltberühmte Macy´s-Kaufhaus „Marshall Field“ im Downtown-Bezirk „The Loop“ nicht fehlen. Nach Midtown Manhattan ist dies der zweitgrößte Geschäftsbezirk in den Vereinigten Staaten. Im Westen grenzt er an den Chicago River, im Osten an den Michigansee.

Die Tiffany-Decke aus 1,6 Millionen schillernden Glasstücken ist eines der Highlights des Macy´s.Macy´s-Kaufhaus ist als historisches Gebäude seit 1858 aus der Kulturszene Chicagos nicht mehr wegzudenken und ist weit mehr als nur ein Shopping-Paradies. Mit seiner charakteristischen Architektur erinnert das Kaufhaus vielmehr an ein Museum und wird im National Register of Historic Places geführt. Und wer einmal zur Decke schaut, wird staunen, denn die Tiffany-Decke aus 1,6 Millionen schillernden Glasstücken ist eines der Highlights des Macy´s. Das riesige Einkaufsspektrum auf den sieben Stockwerken reicht von Elektronik, Textilien und Kochgeschirr über Umstandsmode bis hin zu Pelzen.

Doch auch für das kulinarische Wohlbefinden ist gesorgt: Das Restaurant im herrschaftlichen Walnut Room im 7. Stock könnte geradewegs einem historischen Kinoklassiker entsprungen sein und ist eine echte Chicagoer Institution.

Auch die benachbarten Stadtgebiete und Außenbezirke bieten zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Auf einer eintägigen Bustour ging es für die Teilnehmer der Händlerreise beispielweise in das Aurora Shopping Center und das Oakbrook Shopping Center. Sehenswert waren hier die außergewöhnlichen Einzelhandels-Konzepte von Build-a-Bear, Crate & Barrel, Macy‘s, The Land of Nod, Pottery Barn, Sur la Table, The Container Store oder Williams Sonoma. Schnell merkt man: Hier geht es nicht mehr nur um den Einkauf, sondern vielmehr um das Erlebnis und das Gesamtpaket. Ist der Kunde auf der Suche nach einem neuen Messerset, darf er dieses vorher im Rahmen eines Kochevents ausprobieren. Soll es ein Weinkühler werden, gibt es die Rundumberatung zu Weinen und passenden Gerichten gratis dazu.

Amazon go – gehen ohne zu „bezahlen“

Den Supermarkt verlassen, ohne zu bezahlen? Eine ungewohnte Vorstellung – klingt eher nach einem Ladendiebstahl als nach dem Wocheneinkauf. In Amazon Go-Shops ist diese Art des Shoppings allerdings normal. Vier der Convenience Shops gibt es mittlerweile in Chicago. Das Besondere: Bei Amazon Go müssen die Produkte nicht einzeln gescannt werden – sie landen automatisch im digitalen Warenkorb der Kunden. Mithilfe von Kameras und Sensoren analysiert Amazon selbständig, was die Kunden kaufen und rechnet die Summe automatisch über das Amazon-Konto ab. Wenn der Kunde also ein bestimmtes Produkt aus dem mit RFID-Chips ausgestatteten Regal nimmt, die Kameras mit Gesichtserkennung den Kunden beim Gang durch das Geschäft erkennen und letztlich im Zusammenwirken aller Faktoren den Vertragsabschluss erfüllen, werden Geld und Kassierer überflüssig. Nach Verlassen des Ladens summt einige Minuten später das Smartphone und zeigt die Dauer des Einkaufs und die Quittung an. Erstaunlich: Jeder Artikel ist aufgeführt. Die Trefferquote liegt bei 100 Prozent. Die Technik sei sogar soweit, dass dank der Verknüpfung mit künstlicher Intelligenz auch analysiert werden kann, ob sich der Kunde bei der Kaufentscheidung „wohlfühlt“. So könnte zukünftig die Quote der Ware, die der Kunde wieder ins Regal zurücklegt, verringert und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden.

Basis für das Geschäftsmodell sind die jeweils bereits bekannten Shoppingdaten der einzelnen Kunden, ergänzt durch deren Offline-Einkaufsverhalten und die intelligente Verknüpfung dieser Daten.

Derzeit gibt es zehn Amazon Go Shops in den USA, je vier davon befinden sich in Seattle und Chicago, zwei gibt es in San Francisco. Neu ist der Lebensmittelhandel nicht für Amazon: Bereits 2017 stieg das Unternehmen mit dem Kauf der Biosupermarktkette Whole Foods in den stationären Lebensmittelhandel ein. Nun ist der Sprung über den Atlantik geplant: Das kassenfreie Store-Konzept Amazon Go soll in Kürze auch in London starten.

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