DATEV setzt nachhaltiges Wachstum fort

IT-Dienstleister verzeichnet im 1. Halbjahr 2021 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent – Klimaneutralität bis 2030

Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eGNürnberg, 09. Juli 2021: In den ersten sechs Monaten des Jahres hat DATEV ihren Wachstumskurs fortgesetzt: Bis zum 30. Juni legte der Umsatz um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu und lag damit bei 594,1 Millionen Euro. „Die DATEV hat in der Pandemie weiterhin Stärke und Leistungsfähigkeit gezeigt und konnte so dem Berufsstand und der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland eine echte Hilfe sein“, sagt Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG.

Die Entwicklungsteams nehmen bis heute mindestens alle drei Wochen gesetzlich veranlasste Änderungen in DATEV-Programmen vor. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 280 – mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt der vorherigen Jahre. Auch verlässliche Informationen waren gefragt: Die Info-Dokumente der DATEV mit ständig aktualisierten Corona-relevanten Inhalten wurden von Kanzleien und Unternehmen zwischen Juni 2020 und Mai 2021 über 1,9 Millionen Mal aufgerufen.

DATEV-Finanzvorständin Diana Windmeißer„Einen kräftigen Wachstumsschub sehen wir auch im ersten Halbjahr 2021 wieder bei unseren cloudbezogenen Angeboten“, so DATEV-Finanzvorständin Diana Windmeißer. Das Portal DATEV Arbeitnehmer online, über das Lohnabrechnungen rein digital abgerufen werden können, knackte im Juni die Marke von zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzern – das sind doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Die Zahl der Anwenderinnen und Anwender von DATEV Unternehmen online, einer digitalen Lösung für die Zusammenarbeit zwischen Kanzleien und Unternehmen, wuchs im ersten Halbjahr um rund 40.000 auf mehr als 310.000. Perspektivisch wird DATEV auch ihre noch bestehenden On-Premises-Lösungen in die DATEV-Cloud-Welt überführen. Nur so sei die Verbindung von Prozessen, die noch besser ineinandergreifen, mit umfangreichen Kollaborationsszenarien und zunehmender Automatisierung möglich, so Mayr.

Zwischen Januar und Ende Juni hat DATEV 39.000 neue Kundinnen und Kunden gewonnen, ihre Gesamtzahl liegt nun bei rund 444.000. Auch während der Pandemie hat die Genossenschaft dementsprechend Fachkräfte und Berufseinsteiger eingestellt: Ende Juni lag die Gesamtzahl der Mitarbeitenden so bei 8202. (31. Dezember 2020: 8125; 30. Juni 2020: 8013). „Nach dieser herausfordernden Zeit bin ich umso mehr überzeugt: Unser Fokus auf nachhaltiges Wachstum und die digitale Transformation des Unternehmens, die dafür nötig ist, hat sich ausgezahlt“, so Mayr.

Bis 2030 will DATEV klimaneutral sein

Die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie der DATEV richtet sich neben der ökonomischen ebenso an der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit aus – und spielt in alle Planungs- und Entscheidungsprozesse hinein. Teil dieser Strategie ist, dass die Genossenschaft ihre Anstrengungen für den Klimaschutz noch einmal verstärkt: „Ich bin stolz auf unseren Beschluss, dass wir bis 2030 klimaneutral sein wollen“, sagt Mayr. Um dieses Ziel zu erreichen, werden derzeit ganz konkrete Schritte geplant – etwa, um die CO2-Emissionen stark zu reduzieren und die Energieeffizienz weiter zu verbessern.

„Für DATEV ist Nachhaltigkeit keine Modeerscheinung, sondern seit jeher ein wesentlicher Teil unserer Unternehmensphilosophie“, erklärt Diana Windmeißer. Dazu gehört der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen. Schon 1996 entstanden intern die ersten Umweltleitlinien. Seit 2014 bezieht DATEV ausschließlich Ökostrom – ergänzt durch vier eigene Photovoltaikanlagen. Zudem laufen kontinuierlich Green-IT-Maßnahmen, wie der Einbau effizienterer Kühlanlagen in den Rechenzentren. Im Standort DATEV I wird die Abwärme des Rechenzentrums darüber hinaus zur Beheizung der Bürogebäude genutzt. Auch die Digitalisierung in Kanzleien und Unternehmen zahlt auf den Umwelt- und Klimaschutz ein, indem sie hilft, Ressourcen zu schonen.

Im Sinne der Transparenz werden alle Maßnahmen der DATEV regelmäßig von unabhängigen Prüfern beurteilt. Die Genossenschaft erstellt unter anderem jedes Jahr eine Erklärung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex, einem branchen-übergreifenden Transparenzstandard.

Erfolgreiches und stabiles Geschäftsjahr 2020

Möglich sind diese umfassenden Maßnahmen und Investitionen auch deswegen, weil DATEV auf einem wirtschaftlich stabilen Fundament aufbauen kann: In den vergangenen Jahren verzeichnete der IT-Dienstleister eine konstant positive Umsatzentwicklung. Laut Jahresabschluss, den die Vertreterversammlung am 25. Juni festgestellt hat, wuchs der Umsatz im Pandemie-Jahr 2020 um 5,1 Prozent auf rund 1,156 Milliarden Euro. Zum wirtschaftlichen Erfolg trugen auch die Vertriebsgesellschaften in Italien, Österreich, Tschechien und Polen bei. Ihr Umsatz lag 2020 insgesamt bei über 26 Millionen Euro (2019: 23,9 Millionen Euro) – trotz Corona und der Tatsache, dass diese Länder besonders heftig von der Pandemie betroffen waren.

Das Betriebsergebnis der DATEV betrug im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt 71,6 Millionen Euro – das waren elf Millionen Euro mehr als 2019. Grund dafür war vor allem der Betriebsaufwand, der im Verhältnis zum Umsatz weniger stark stieg, da es pandemiebedingt zum Beispiel deutlich weniger Präsenzveranstaltungen und Reisen gab. Gleichzeitig investierte DATEV mit 78 Millionen Euro stark, unter anderem in noch leistungsfähigere, energieeffizientere Server und Speichersysteme in den Rechenzentren.

An der insgesamt sehr erfolgreichen Entwicklung haben natürlich auch die Mitglieder der Genossenschaft teil: Sie erhalten eine genossenschaftliche Rückvergütung von fünf Prozent des rückvergütungsfähigen Umsatzes. Das sind insgesamt 47,1 Millionen Euro netto. Im Vorjahr waren es 45,4 Millionen Euro.

Seite drucken

Zurück zur Übersicht