Österreichische Verbundgruppen rollen innovative Digitalisierungsprojekte aus

Auch österreichische Verbundgruppen leben Digitalisierung – und müssen dabei administrative und demografische Hürden nehmen. Die Gemeinschaft Österreichischer Verbundgruppen folgte auch dieses Jahr der Einladung des MITTELSTANDSVERBUNDES und tauschte sich in Wien über aktuelle Trends der Szene aus.

Brüssel, 17.04.2019 – Die Gemeinschaft Österreichischer Verbundgruppen folgte auch dieses Jahr der Einladung des MITTELSTANDSVERBUNDES und tauschte sich in Wien über aktuelle Trends der Szene aus.

Die Gemeinschaft Österreichischer Verbundgruppen folgte auch dieses Jahr der Einladung des MITTELSTANDSVERBUNDES und tauschte sich in Wien über aktuelle Trends der Szene aus.Omnichannel, Erlebniseinkauf und Digitalisierung im Unternehmen – das Feedback aus den Verbundgruppen zeigte, dass die Modernisierung der Vertriebssysteme gegenüber den Kunden, aber auch die Bindung der eigenen Mitglieder weit vorangeschritten ist. Die Verinnerlichung der neuen Markttrends erfordert oftmals auch eine Anpassung bestehender Prozesse – Umstrukturierung der Betriebsstätten, flexible Arbeitszeiten, mehr Vertrauen in das eigene Personal. Auch die Verbundgruppenzentralen bleiben von dem „Big Change“ nicht verschont.

Notwendig hierfür ist zunächst die enge Kommunikation und Motivation der eigenen Mitarbeiter. Hierbei gilt: Die Einstellung zu den neuen Geschäftsstrategien und nicht das Alter ist ausschlaggebend für die Auswahl des Teams. Offenheit und Lernfähigkeit des Personals werden so zu den wichtigsten Faktoren. Mehr noch: Auch in Österreich fehlt es derzeit an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Wie dabei neues Personal aufgebaut und bestehendes Personal gehalten und ständig motiviert wird, diskutierten die Verbundgruppen-Entscheider ausgiebig.

Das Aufbrechen alter Arbeitsprozesse bedeutet auch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten – hier spüren viele Verbundgruppen-Vertreter derzeit das strenge Korsett österreichischer Regulierung. Die Gestaltung des Arbeitsrechts steht auch in den Wahlprogrammen der Europaparlamentarier – nach der Wahl zum EU-Parlament wird daher diese Diskussion erneut an Fahrt aufnehmen.

Ob Privatkunde oder Handelspartner, die Erstellung individueller Angebote und Anschlussdienstleistungen rückt in den Fokus der Kooperationen – selbstverständlich begleitet durch eine tiefgreifende Technisierung aller Prozesse. Dennoch: Viele Anschlusshäuser sperren sich gegen diesen unaufhaltsamen Trend. In vielen Fällen wird dies zum Marktaustritt führen.  Auch wenn dabei kein Massensterben der Mitglieder zu befürchten ist, fragen sich auch österreichische Verbundgruppen, wie neue Geschäftsfelder erschlossen werden können.

Alles in allem war das Verbundgruppenjahr auch in Österreich erfolgreich, wenngleich auch mit viel Detailarbeit an unterschiedlichen Brennpunkten verbunden. Ohne großes Aufsehen sind damit die unterschiedlichen Kooperationen bestens für die sich stellenden Herausforderungen gerüstet. „Digitalisierung ist äußerst wichtig, aber eben nicht laut“, wie Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer DER MITTELSTANDSVERBUND, am Abschluss des Tages feststellte.

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