To be continued – Das erfolgreiche Format „Initiativkreis Plastik“ des MITTELSTANDSVERBUNDES geht in die zweite Runde

Bereits zum zweiten Mal diskutierten auf Einladung des MITTELSTANDSVERBUNDES am 27. März in Berlin Vertreter der Wertschöpfungsketten anlässlich des „Initiativkreis Plastik“ über den zukünftigen Umgang mit der Ressource Kunststoff. Auch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt beteiligten sich an dem Diskurs.

Berlin, 02.04.2019 - Kunststoffe werden bereits seit den fünfziger Jahren produziert, mittlerweile mehr als 400 Millionen Tonnen jährlich. Sie sind aus unserem täglichen Leben kaum noch weg zu denken. Allerdings werden nur zwei Drittel der Kunststoffe wiederverwertet – der Rest belastet Böden und Gewässer. Doch wie sieht der zukünftige Umgang mit Kunstoffen aus? Diese Frage diskutierten am 27. März Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Verbänden sowie politische Entscheidungsträger. Die Repräsentanten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA) unterstützten die regen Diskussionen dabei mit ihrer fachlichen Expertise.

Bereits zum zweiten Mal trafen sich die Teilnehmer des Initiativkreises Plastik in Berlin, um über den zukünftigen Umgang mit der Ressource Kunststoff zu diskutieren.Der Hauptgeschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES, Dr. Ludwig Veltmann, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und adressierte eine klare politische Botschaft: „Der ressourceneffiziente Einsatz von Kunststoffen ist essentiell für ein nachhaltiges Wirtschaften. Das Verbot einzelner Kunststoff-Einsatzarten führt in eine Sackgasse. Freiwillige Initiativen sind unabdingbar, nur so kann die aktuelle Schockstarre überwunden werden. Was wir brauchen, ist ein direkter Schulterschluss aller Akteure aus Politik und Wirtschaft – möglichst in Form von Initiativen, die beispielsweise innovative Start-Ups fördern und uns im Bereich Forschung und Entwicklung zügig voranbringen.“

Dr. Christoph Epping, Unterabteilungsleiter im BMU, beleuchtete in seiner Key-Note die Ansätze seines Hauses. Der Fokus seines Vortrages lag auf dem Thema „Vermeidung von Kunststoffabfällen“. „Zielführend ist ein ganzheitlicher Ansatz. Dabei sollten Material und Energieeffizienz zusammen gedacht werden. Praxisgerechte Regeln müssen dabei ein Level Playing Field zwischen den einzelnen Beteiligten gewährleisten und Trittbrettfahrern entgegenwirken.“, so Epping.

Martina Gehrmann von der „Stiftung Initiative Mehrweg“ präsentierte im Anschluss die Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Studie „Studie Carbon Footprint – Transportverpackungen im Vergleich.“ Der ökobilanzielle Vorteil von Mehrweg bei den Treibhausgasemissionen sei durch die Studie belegt. „Mehrweg fördert im Vergleich zu Einweg die Optimierung des Gesamt-Logistiksystems“, appellierte Gehrmann.

Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, berichtete zum Thema „Verpackungsgesetz 2019“ und die hiermit verbundenen Pflichten für den Hersteller sowie den Handel. „Es geht um Sichtbarkeit und darum, Anreize als Grundlage langfristiger Entscheidungen der Wirtschaft zu schaffen. Das Verpackungsgesetz ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“, so Rachut.

Aufseiten der Wirtschaft beteiligen sich auch einzelne Unternehmen am Initiativkreis Plastik. Insbesondere die REWE GROUP, vertreten durch Sebastian Lange, Leiter Büro Berlin, zeigte sich bei der Vorstellung umweltfreundlicherer Verpackungen im Unternehmen aufgeschlossen. „Bis Ende 2030 werden wir sämtliche Eigenmarkenverpackungen bei REWE, PENNY und toom Baumarkt hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit optimieren“, betonte Lange. Der immer wiederkehrende Konflikt zwischen „Food Waste versus Verpackung“ stoße eine wichtige Debatte an, um der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken, so Lange weiter.

Credo der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Es besteht noch ein großer Rede- und vor allem Handlungsbedarf im Umgang mit Kunststoffen. Der direkte Austausch zu diesem hochkomplexen Themenfeld biete so viel Mehrwert, dass sich alle Beteiligten einstimmig für eine Fortsetzung des Initiativkreises Plastik aussprachen. DER MITTELSTANDSVERBUND begleitet die Entwicklung mit dem Ziel, eigene Lösungsansätze in die Diskussion einzubringen. Die nächste Zusammenkunft ist für August/September 2019 geplant. 

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