EHI Möbelreport 2021: Leichtes Wachstum im Möbelhandel

Der Möbelhandel in Deutschland hat im Jahr 2021 mit einem Umsatz von 35,93 Mrd. Euro ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent erzielt und legt damit leicht zu. Dies zeigt der aktuelle EHI Möbelreport im Auftrag des MITTELSTANDSVERBUNDES. Online-Shoppen wird dabei immer beliebter.

Köln, August 2022 – Das Jahr 2021 war ein herausforderndes Jahr auch für die Möbelbranche – die Corona-Pandemie, Lieferengpässe bei Vormaterialien und steigende Preise machten dem Möbelhandel zu schaffen. Auch Megatrends wie der demografische Wandel oder die Digitalisierung führen ganz grundsätzlich zu Veränderungen in den Lebens- und Wohnwelten der Menschen. Und dennoch erreichte die Branche bis Ende 2021 ein Plus von 1,6 Prozent und bewegt sich damit in etwa auf dem Niveau des gesamten Einzelhandels. Der Möbelfachhandel hat sich mit einem Marktanteil von 72 Prozent auch 2021 gut behauptet und ist damit weiterhin stärkster Player auf dem Möbelmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Möbelreport 2021, der seit 1999 im Auftrag des MITTELSTANDSVERBUNDES jährlich vom EHI Retail Institute vorgelegt wird.

Die branchenfremden Möbelanbieter, z. B. Bau- und Heimwerkermärkte, halten einen Marktanteil von 28 Prozent. Damit entfällt auf sie gut ein Viertel des Möbelmarktes. Der kooperierende Möbel- und Küchenfachhandel erzielte 2021 einen Möbelumsatz von etwas mehr als 20 Mrd. Euro, was einem Marktanteil von 56,5 Prozent entspricht. Bei einem Gesamtumsatz des Möbelfachhandels von 25,87 Mrd. Euro entfielen demnach 5,57 Mrd. Euro auf den verbandsunabhängigen Facheinzelhandel. Dies entsprach einem Marktanteil von 15,5 Prozent.

Möbel per Mausklick

Per Mausklick zur Traumcouch? Immer mehr VerbraucherInnen ordern ihr Mobiliar im Internet. Und so ist im Jahr 2021 der Versandhandel inklusive Online Pure Player mit jetzt 13,1 Prozent Marktanteil klarer Gewinner bei den branchenfremden Anbietern. „Der Online-Handel in der Möbelbranche boomt. Das Einkaufsverhalten der KundInnen hat sich verändert und auch die Art und Weise des Einkaufens selbst. Eine umfassende, zeitgemäße Digital- und Marketingstrategie und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle haben sich die Möbel-Verbünde deshalb schon frühzeitig auf die Fahne geschrieben und ihre Hausaufgaben gemacht. Und dabei immer folgendes Ziel vor Augen: Den Ansprüchen und Wünschen der Verbraucher gerecht zu werden und das optimale Shopping-Erlebnis der Zukunft zu gestalten – ob am Smartphone oder aber ganz klassisch vor Ort beim Möbelfachhändler des Vertrauens.“, erklärt Dr. Marc Zgaga, Geschäftsführer DER MITTELSTANDSVERBUND und Sprecher der Fachgruppe Möbel.

Homeoffice: Büromöbel-Branche profitiert

Dass Büromöbel nicht nur in Unternehmen benötigt werden, sondern durch mobiles Arbeiten und Homeoffice zunehmend auch in den eigenen vier Wänden, zeigt sich in den Zahlen des diesjährigen Möbelreports: Der Büromöbelmarkt hat laut IFH Retail Consultants ein Volumen von rund 2,5 Mrd. Euro (zu EVP). Der Büromöbelumsatz trug mit 7,5 Prozent überdurchschnittlich zum Anstieg des gesamten Möbelumsatzes bei.

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