Mittelstand sauer: Streik GDL „zur Unzeit“

Auch das Streikrecht fordert verantwortliches Handeln von den Akteuren. Wo es rücksichtslos angewendet wird und dadurch bestehende Krisenlagen massiv verschärft, bekommt es eine unmoralische Note.

Berlin, 12.08.2021: Wenig Verständnis zeigt der MITTELSTANDSVERBUND für die massiven Bahnstreiks. „Es geht diesmal offenkundig tatsächlich weniger um die wirtschaftliche Balance zwischen dem Arbeitgeber und den Arbeitnehmern, also um den Streit über höhere Gehälter, Rentenansprüche und Laufzeiten von Tarifverträgen, sondern vordringlich um das Überleben einer Gewerkschaft“, kritisiert Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann. 

„Und darunter müssen Mittelständler, die ohnehin mit den Corona-Folgen, mit
vielfältigen Lieferengpässen und in verschiedenen Regionen mit den Auswirkungen der Flutkatastrophe zu kämpfen haben, und deren viele Millionen Arbeitnehmer leiden. Das können wir nicht nachvollziehen. Hier hat eine kleine Gruppe von Bahn-Mitarbeitern schlicht ihre Machtposition zulasten von vielen Menschen und damit der Volkswirtschaft ausgenutzt.“ 

DER MITTELSTANDSVERBUND appelliere deshalb an die GDL, den Streik schnellstens zu beenden. Zu bedenken gebe er den Verantwortlichen, dass ein solcher Streik neben den aktuellen Behinderungen auch sehr grundsätzlich den Verkehrsträger Bahn in seiner Wettbewerbsfähigkeit für den Gütertransport in Frage stelle, wenn er sich, wie durch den aktuellen Streik, als Achillesferse für die Wirtschaft erweise. Gerade auch hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen sei das Streikverhalten damit höchst zweifelhaft.

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