MITTELSTANDSVERBUND fordert: Schluss mit dem starren Grenzwert der Neuinfektionen!

Berlin, 9. März 2021: Für viele mittelständischen Händler ist Click & Meet ein Hoffnungsschimmer. „Über allem schwebt jedoch der sorgenvolle Blick auf den Inzidenzwert und viele der Betroffenen fragen sich, ob sie trotz größter Anstrengungen zum Hygieneschutz am Ende doch rasch wieder schließen müssen. Die neuerlichen Regelungen sind deshalb weder klug noch sachgerecht. Statt zu verantwortlichem Handeln zu motivieren, erzeugen sie Frust und Unverständnis“ so Eckhard Schwarzer, Präsident des MITTELSTANDSVERBUNDES. Es liege schließlich auf der Hand, dass mit zunehmender Zahl der Testungen insbesondere mehr symptomfreie Virusträger gefunden werden, die zuvor übersehen worden wären. Dies werde zwangsläufig die Inzidenzzahlen in den kommenden Wochen nach oben treiben. Dieser Effekt müsse von den politischen Akteuren endlich verstanden werden und dürfe nicht zu einer vorschnellen Rücknahme der Lockerungen führen.

Stattdessen müsse es jetzt vielmehr schnellstens gelingen, neben einer zügigen Impfung die Verfügbarkeit der Schnelltests zu optimieren und eine einfache und effektive elektronische Kontaktverfolgung sicherzustellen. Geeignete Technologien hierzu stünden bereit und müssten jetzt unverzüglich zum Einsatz kommen. Es bedürfe aber vor allem neuer Entscheidungsgrundlagen hinsichtlich der Frage, „Lockdown oder Öffnung“. Nur die sachgerechte Bewertung relevanter Messwerte bringe uns mittel- und langfristig weiter. Allen voran das Verhältnis von positiven zu negativen Tests. Aber auch die Belegungssituation der regionalen Intensivstationen und das Vorhandensein potentieller Hotspots müsse eine Rolle spielen. Es könne nach über einem Jahr Erfahrung mit der Pandemie nicht angehen, dass das Infektionsgeschehen weiterhin „diffus“ bleibe. „Die Bewertung vermeintlich notwendiger datenschutzrechtlicher Vorgaben darf niemals höher sein als der Schutz von Gesundheit und Leben“ so Schwarzer.

Mit diesem Kurs verspreche die Pandemiebekämpfung am ehesten Erfolg. „Wenn wir stattdessen mit ängstlichem Blick ausschließlich auf die Inzidenzen in Schockstarre verfallen, nützt das Niemandem. Allein, es schadet weiten Teilen der Wirtschaft, der Kultur und damit der Gesellschaft immens“, so Schwarzer weiter. Schließlich sei es völlig illusorisch, ein ständig mutierendes Virus auszurotten. Deshalb brauche es jetzt einer Langfriststrategie, um endlich wieder ein weitgehend normales Leben mit dem Virus zu ermöglichen. 

Von besonderer Bedeutung seien hierbei strikte Test- und Hygieneregeln, die gerade in lokalen Geschäften flächendeckend sichergestellt und noch dazu leichter überprüft werden können als etwa im privaten Bereich. Die Nachverfolgbarkeit aller Kundenkontakte könne zudem sichergestellt werden. Jetzt brauche es dringend ein politisches Signal, dass sich aufwendige Maßnahmen mit teils erheblichen Investitionen zum Gesundheitsschutz für die Unternehmen auch auszahlen.

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