3. ServiCon-Thementag: Digitalisierung im Tagesgeschäft

Erfolgreiche Konzepte im kooperierenden Mittelstand gewinnen an Fahrt. Das hat der 3. ServiCon-Thementag am 22./23. November in Köln gezeigt.

Köln, 22./23.11.2016 – Der Mittelstand kommt gegen Amazon, Zalando & Co. nicht an? Davon war auf dem 3. ServiCon-Thementag 2016 am 22. und 23. November in Köln nichts zu sehen. Unter dem Motto „Smartphone trifft Brötchen“ bewiesen die Verbundgruppen des MITTELSTANDSVERBUNDES eindrucksvoll, wie Digitalisierung im Tagesgeschäft erfolgreich aussehen kann. 

Mehr als 100 Teilnehmer waren auf dem 3. ServiCon-Thementag am 22. und 23. November 2016 in Köln.Ob eine Innovationsfiliale der expert-Gruppe, der Umbau von Ringfoto-Mitglied HiFi & Foto Koch nach neuesten Gesichtspunkten, der Frage der Kundenzuführung über digitale Medien und digitale Beratung im Küchenfachhandel bei Muster-Haus-Küchen MHK bis hin zur Integration des ebay-Marktplatzes als weiterer Kanal zu den Online-Shops: Die Praxisvorträge haben gezeigt, dass der Mittelstand alles andere als Nachholbedarf hat.

Wie die Trends in der On- und Offlinewelt im Handel aussehen, erklärte Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI Retail Institutes. Dass 50 Prozent der erfolgreichsten Online-Shops auch stationäre Handelsunternehmen betreiben, befeuerte die Diskussion unter den Teilnehmern.

Kundenradar: Wie man mit Enttäuschung umgeht

Gespannt nahmen die Teilnehmer auch am Vortrag der ServiCon-Partner Professor Michael Schleusener der Hochschule Niederrhein und Psychologin Petra Jagow teil. Mit dem Projekt „Kundenradar“ starten die Experten eine Untersuchung, die der Frage nachgeht, warum sich enttäuschte Kunden von den Einzelhandelsunternehmen abwenden. Dafür sollen auch Instrumente erarbeitet werden, wie hier dagegen gehalten werden kann. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, inwieweit digitale Unterstützungsinstrumente im Ladenlokal dabei helfen.

Welche Instrumente man einsetzen kann, zeigten Thomas Görner, HiFi & Foto Koch GmbH, und Markus Willbold, expert AG eindrucksvoll. So konnte bewiesen werden, dass über diverse digitale Verkaufsunterstützungsmaßnahmen im Ladenlokal die Kundenfrequenz um mehr als 40 Prozent gesteigert werden konnte. Wie junge Kundengruppen mit Hilfe eines Ladenumbaus angesprochen werden, verriet Görner des Unternehmens Foto Koch.

Stephan Leinweber, Geschäftsführer des MHK-Dienstleisters macrocom, erklärte auf dem Thementag das Vorgehen im Küchenfachhandel: Ziel ist dabei, durch eine Integration aller Werbe-, Beratungs- und Informationskanäle die mobilen Kanäle zu überführen, um die immer weiter steigende Zahl von Smartphone-Nutzern abzuholen.

Mut zur Digitalisierung

Wie B2C-Shops im Großhandel digital aufgestellt werden, erklärte der Warenwirtschaftssystem-Hersteller GWS. Der ServiCon-Partner band unterschiedliche Online-Shops beim Baustoffhändler Faßbender Tenten an. Man könne sich auch als Großhandel nicht aus der Diskussion um E-Shops raushalten, erklärten Peter Sappert, Faßbender Tenten und Tobias Schlepphorst, GWS. Das zeigten auch Beispiele aus der Konsumelektronik, dem Schreinerhandwerk und der Juweliere.

Zum Abschluss erläuterte Nicolas Hansen, der bei der Deutschen Telekom AG den Bereich Verkauf Geschäftskunden der Region West leitet, wie Verbundgruppen digital punkten können. Er sprach den Teilnehmern Mut zu, auf den verschiedenen Baustellen Konzepte auszuprobieren, um eigene, spezifische Erkenntnisse über einen geeigneten Digitalisierungsmix zu erhalten.

Die drei ServiCon-Thementage fanden 2016 erstmals als eintägige Veranstaltung zu je 100 bis 120 Personen statt. Auch im kommenden Jahr wird die ServiCon Verbundgruppen und Partnern die Möglichkeit einräumen, an einem themenspezifischen Thementag teilzunehmen

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