Interne Revision: Verbundgruppen stärken

Mit internen Revisionen sollen Unternehmen fit für die Zukunft gemacht werden. Wie gehen Kooperationen damit um? Hat das Modell Erfolgschancen? Ein Blick in die Forschung.

Berlin, 29.02.2016 — Finanzkrise, Insolvenzen, Unterschlagung – Deutschlands Unternehmen müssen sich für den Extremfall rüsten. Denn inkonsequentes Handeln und überzogene Reaktionen können häufig einen herben Imageverlust nach sich ziehen. Beispiele, wie der Abgasskandal des Wolfsburger VW-Konzerns zeigen deutlich, dass unternehmerisches Handeln heute mehr denn je ins öffentliche Licht rückt.

Interne Revisionen sollen helfen, der kritischen Masse entgegenzuwirken. Dabei unterziehen sich Betriebe einer Prüfung, um tägliche Geschäftsprozesse zu optimieren und einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen. Ziel soll es sein, Betriebe wirtschaftlich, risikobewusst und damit auch zukunftsorientiert weiter zu führen.

Erfolgsmodell interne Revision?

Welchen Erfolg das Verfahren für Verbundgruppen verspricht, untersuchte der Wirtschaftsexperte Dr. Hans-Ulrich Westhausen in seiner Dissertation "Interne Revision in Verbundgruppen und Franchise-Systemen" an der Technischen Universität Chemnitz, bei dem auch DER MITTELSTANDSVERBUND mit Expertengesprächen beteiligt war.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit konzentriert sich Westhausen auf den Kontrast zwischen dem mehr als 100 Jahre erfolgreichen Wirtschaften und dem nicht unerheblichen Misserfolgsrisiko bei Verbundgruppen und Franchise-Systemen. Letzteres erklärt er vor allem mit einem hohen Risikopotential und dem schwachen "Network Governance", den "Benimm"-Regeln eines Unternehmens. 

"Benimm"-Regeln für den kooperierenden Mittelstand

Mit dem MITTELSTANDSVERBUND wurde der Doktorand von einem verbundgruppenerfahrenen Experten unterstützt. Der Spitzenverband veröffentlichte bereits 2010 einen "Network Governance Kodex", der verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der Organisationsstrukturen von Netzwerken empfiehlt. Darunter fallen beispielsweise die Einführung, Wirksamkeitskontrolle und Dokumentation eines Risikomanagementsystems.

Westhausen schließt mit seinen Ergebnissen, für die er Online-Befragungen und Expertengespräche durchführte, eine schon längst überfällige Forschungslücke. Es wird deutlich, dass interne Revisionssysteme im Rahmen der Network Governance für den Fortbestand der Mittelstandskooperationen immer wichtiger werden. Deshalb bietet der Wirtschaftsexperte auch Handlungsempfehlungen, wie die Revisionsarbeit zusätzlich verbessert werden kann.


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