Online-Payment-Studie 2015: Erst die Ware, dann das Geld

Der klassische Rechnungskauf erfreut sich im Onlinehandel nach wie vor großer Beliebtheit. Das geht aus der EHI-Studie "Online-Payment 2015" hervor.

Berlin, 06.05.2015 – Erst prüfen, dann zahlen. Diesem Motto scheinen Onlinekunden auch 2015 noch nachzukommen, wie die aktuelle Studie "Online-Payment 2015" des EHI Retail Institutes zeigt. Demnach nutzen 28 Prozent der Kunden den klassischen Kauf auf Rechnung am häufigsten. Das Lastschriftverfahren (21,8 Prozent) und der Zahlungsdienst PayPal (20,2 Prozent) konnten sich als Bezahlmethode dahinter leicht steigern. Deutliche Verlierer im Online-Payment sind Kreditkarten. Mit 10,8 Prozent verloren Kreditkartenumsätze ihren Marktanteil um vier Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Onlinekunden kaufen also nach wie vor ungern die "Katze im Sack". Wenn auch mit noch großem Wachstumspotenzial, gewinnt die Bezahlung bei Abholung im stationären Geschäft unter den Omnichannel-Händlern beachtliche Bedeutung. Mit dieser Variante umgehen gerade sicherheitsbewusste Käufer den Einsatz von Zahlungsmitteln im Internet.

Zu viel Sicherheitsaufwand stoppt Onlinehandel

Im Internet schnell und sicher bezahlen. Diesen Wunsch haben Kunden und Händlern gleichermaßen. Doch nur wenige Bezahlsysteme im Internet arbeiten mit den sichersten Verfahren. Hauptkritikpunkt sind besonders die komplizierten Authentifizierungsverfahren. Schwierige Bezahlverfahren würden den Käufer abschrecken.

"Die Herausforderung besteht darin, dem Kunden einen attraktiven und einfachen Bezahldienst anzubieten, der gleichzeitig für mittelständische Unternehmen bezahlbar und praktikabel ist", erläutert Dr. Marc Zgaga, Rechtsexperte des MITTELSTANDSVERBUNDES die Anforderungen an die Bezahl-Services. Besonders gespannt blicke man daher auf die angekündigte Entwicklung eines neuen Online-Bezahlsystems der Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken für Online-Shops, der unter dem Titel "Pay Direkt" läuft, so Zgaga weiter.

Dass Kunden nach wie vor sichere Bezahlmethoden bevorzugen, zeigen auch die Ergebnisse der EHI-Studie zu den Zahlungsarten im Handel. Unverändert zahlen Verbraucher am liebsten bar (53,3 Prozent). Kartenabwicklungen holen im stationären Einzelhandel mit 43,7 Prozent aber langsam auf.

Die Datengrundlage der EHI-Studie "Online-Payment 2015" bilden die 1.000 umsatzstärksten Online-Shops aus der Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2014". Die Hochrechnungen der Zahlungsarten stützen sich auf eine Onlineumfrage mit insgesamt 77 Händlerangaben. Für die EHI-Studie zu den Zahlungsarten im Handel wurden 522 Einzelhandelsunternehmen in Deutschland befragt.


Weitere Informationen:

Webseite des EHI Retail Instituts

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