Studie belegt: Kundenbindungsprogramme für Verbundgruppen attraktiv

Kundenbindungsprogramme im Handel wurden schon als Auslaufmodell bezeichnet und für nicht mehr attraktiv genug angesehen, um noch einen Platz in den überfüllten Portemonnaies der Kunden zu finden. Doch eine Studie von netzwerk-handel ergab: Kundenbindungsprogramme haben Hochkonjunktur

Potsdam, 02.03.2018 – Händler bringen laufend neue Initiativen an den Markt und gewinnen Teilnehmer und sorgen so für Vielfalt und Kreativität in den Branchen.

Studie belegt: Kundenbindungsprogramme für Verbundgruppen attraktivDas ist eines von zahlreichen Ergebnissen der umfassenden Markt-Studie mit detailreicher Markt-Datenbank zu „Kundenbindungsprogrammen im deutschen Handel“, die von netzwerk-handel unter Mitwirkung von Ingenico Marketing Solutions auf den Markt gebracht wurde.

Breites Wachstums-Feld

„Aktuell kommt Monat für Monat ein weiterer Handelsfilialist hinzu, der mit einem eigenen Programm Premiere feiert“, so Stefan Schneider, Inhaber von netzwerk-handel und Autor und Herausgeber der Markt-Studie. „Das betrifft nicht nur traditionell kundenkarten-affine Handelsbranchen, sondern es geht quer durch alle Branchen des Handels. Selbst neue Segmente rücken jetzt in den Fokus, etwa Back-Filialisten oder Handelsgastronomie“, so Schneider.

Fast drei Viertel der Händler setzen noch immer auf das klassische Kartenformat

Die physische Kundenkarte bleibt dabei mit weitem Abstand das Instrument Nr. 1. Bei den überregional oder bundesweit vertretenen Filialunternehmen, die in der Markt-Datenbank erstmals komplett erfasst werden konnten, setzen 72,6 Prozent aller Unternehmen auf die Plastikkarte. Dies gilt gleichermaßen für bestehende und für neu eingeführte Programme. 15,8 Prozent der Filialisten verzichten dagegen auf eine physische Karte und gewinnen den Kunden per Registrierung und Identifizierung. „Eine solche virtuelle Kundenkarte lässt sich leicht in allen Kanälen einsetzen“, erläutert Schneider.

Bei den regional verbreiteten Händlern zeigt sich dasselbe Bild: Hier setzen 72,8 Prozent der in der Markt-Datenbank erfassten regionalen Handelsunternehmen auf das Instrument der Karte. Auf Platz 2 liegt bei diesen Händlern allerdings die Stempelkarte mit einem Anteil von 17,6 Prozent, entweder klassisch in Papierform oder auch schon als digitale Stempelkarte.

Händler testen Formate

Auch Kundenbindungsprogramme, die Partner lediglich für einen kurzen Zeitraum zusammen bringen, gewinnen an Zulauf. „Sie werden von Händlern als Test genutzt, um Erkenntnisse zu sammeln, bevor sie sich endgültig für ein Kooperationsmodell oder ein eigenes Kundenbindungsprogramm entscheiden“, so Schneider. Das lässt sich sowohl bei Shopping Cards, die von Publikumszeitschriften auf den Markt gebracht werden, als auch bei Aktionen rund um händlereigene Kundenbindungsprogramme feststellen.

Verbundgruppen und Franchise-Systeme mischen munter mit

Handelsunternehmen, die über keine einheitliche Filialstruktur verfügen, taten sich lange Zeit schwer mit Kundenbindungsprogrammen. Inzwischen stellen aber die Zentralen der jeweiligen Verbundgruppe oder des Franchise-Systems den angeschlossenen mittelständischen Partnern ein komplettes Angebot für ein Kundenbindungsprogramm zur freien Verfügung. In so unterschiedlichen Branchen wie Parfümerien, Uhren/Schmuck, Unterhaltungselektronik, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarf, Foto, Naturkost oder Sport sind auf diese Weise Kundenbindungsprogramme „bei teilnehmenden Händlern“ im Einsatz.

Die von netzwerk-handel herausgegebene Markt-Studie „Kundenbindungsprogramme im deutschen Handel” hat einen Umfang von 190 Seiten und ist im PDF-Format und Print erhältlich. Sie beschreibt alle relevanten Entwicklungen, illustriert diese mit über 70 Abbildungen, ergänzt durch Checklisten und einen Blick in die Zukunft von Ingenico Marketing Solutions. Die zugehörige Markt-Datenbank im Excel-Format enthält erstmals eine vollständige Erfassung der Kundenbindungs-Systeme aller bundesweiten und überregionalen Handelsfilialisten sowie weiterer regionaler Händler und Verbundgruppen.

Über 2.000 Händler aller Branchen werden mit zahlreichen Details zu Unternehmen und Kundenbindungsprogrammen, darunter Konditionen, Leistungsmerkmalen, Zahlungsfunktionen, Ausschlüssen, Vorteilslogik, Multi-Channel-Fähigkeit, Apps und Kooperationspartnern erfasst. Das ermöglicht einfach und umfassend die Vornahme von Wettbewerbs- und Marktanalysen. Studie und Markt-Datenbank können direkt unter www.netzwerk-handel.net bezogen werden.

Über netzwerk-handel

netzwerk-handel hat den Handels-POS im Fokus und verfügt über besondere Kompetenzen im Bereich Kundenbindung. netzwerk-handel bietet Handelsunternehmen Beratung bei Konzeption, Relaunch und Feinjustierung ihrer Kundenbindungsprogramme und unterstützt die Partner des Handels mit Marktanalysen und der Schaffung von Marktzugängen. Ein weiterer Unternehmens-Schwerpunkt liegt in der Konzeption, Erarbeitung und Vermarktung von Studien und Marktdatenbanken.

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