AK Großhandel in Verbundgruppen: Vorreiter FEGIME

"Online-Strategien im Großhandel" lautete das Thema des Arbeitskreises "Großhandel in Verbundgruppen", der sich am 4. November zur Herbstsitzung auf Einladung der FEGIME-Kooperation in Nürnberg zusammenfand.

Nürnberg, 04.11.2015 — "Ohne die Integration der Großhandelsmitglieder führt keine Strategie zum Erfolg", so das Ergebnis des Arbeitskreises "Großhandel in Verbundgruppen" auf Einladung der FEGIME Deutschland GmbH Co. KG in Nürnberg. In seiner Herbstsitzung am 4. November diskutierten die 13 Teilnehmer namenhafter Verbundgruppen, wie sich der Großhandel im digitalen Wandel behaupten kann.

FEGIME: geschlossener Informationsverbund

Die einladende Verbundgruppe FEGIME, die über jahrelange Erfahrung als geschlossener Informationsverbund verfügt, beeindruckte als Vorreiter im Großhandel. Bestehend aus 58 Gesellschaftern nahm die Elektrogroßhandelskooperation gleich von Beginn ihrer Gründung an eine bedeutsame strategische Weichenstellung vor: Sie schenkte ihren Mitgliedern ein Warenwirtschaftssystem. Welche Möglichkeiten sich daraus ergeben, erläuterte FEGIME-Geschäftsführer Arnold Rauf: Bis zu 100% der Mitglieder nutzen die Artikelstammdatenverwaltung der einheitlichen Warenwirtschaftssysteme aus der Zentrale. Das Katalogsystem ist mit einer hochprofessionellen und schnellen Web2Print-Konzeption von allen Anschlusshäusern direkt zu bedienen, zudem nutzen alle angeschlossenen Elektrogroßhändler den Datentransfer über die Nürnberger Kooperationszentrale.

Dass eine echte zentrale Beschaffung oder auch ein virtuelles Lager, gemeinsam mit den Mitgliedern "nur noch" kooperationskommunikative Herausforderung sei, die technische Plattform aber bereits stehe, so Rauf, beeindruckte die Teilnehmer des Arbeitskreises. Beispiele, wie die Elektrogroßhandelskooperation seien deshalb auch Vorbild, wie Kooperationen mit ihren Großhandelsmitgliedern eine deutlich bessere Prozessintegration bieten müssen, um für die digitalen Welten vorbereitet zu sein.

Dauerbrenner Insolvenzanfechtung

Neben der intensiven Diskussion unterschiedlicher Kooperationskonzepte beschäftigte die Teilnehmer des Arbeitskreises auch die Reform der Insolvenzanfechtung. DER MITTELSTANDSVERBUND hatte sich seit Jahren vehement für eine Korrektur der mittelstandsfeindlichen Vorschriften zur Insolvenzanfechtung eingesetzt. Im neuen Gesetzentwurf, der am 29. September durch das Kabinett beschlossen wurde, konnten zahlreiche Forderungen des kooperierenden Mittelstandes berücksichtigt werden. Rechtsanwalt Lutz Paschen, Gründungspartner der PASCHEN Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft, informierte über die vertraglich geregelten Möglichkeiten der Aufrechnung bei Lieferanteninsolvenzen.

Der nächste Arbeitskreis "Großhandel in Verbundgruppen" findet im Frühjahr 2016 statt.

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