AK Kooperatives Marketing: Effizient durch Omni-Channel

Weniger Marken, höhere Preise, verstärkter Onlinehandel? Die Marktentwicklung stellt Verbundgruppen vor neue Herausforderungen. Wie man mit Omni-Channelkonzepten erfolgreich handelt, thematisierte der Arbeitskreis Kooperatives Marketing auf seiner Frühjahrssitzung bei EURONICS in Ditzingen.

Ditzingen, 15./16.04.2015 — Die Digitalisierung der Märkte stellt Verbundgruppen vor neue Herausforderungen. Wie wird sich der Markt entwickeln? Mit welcher Strategie können sich Verbundgruppen im Wettbewerb platzieren? In der Frühjahrssitzung des Arbeitskreises Kooperatives Marketing am 15./16. April standen genau diese Fragen im Vordergrund. Zu Gast bei einer der führenden Verbundgruppen EURONICS eG in Ditzingen, hatten die Teilnehmer zunächst die Gelegenheit mit Vorstandssprecher Benedict Kober zu diskutieren.

Nicht nur die Elektronikhandelskooperation sieht sich neuen Herausforderungen im Markt gegenüber. Kober referierte über die generelle Marktentwicklung und den damit zusammenhängenden Abschmelzungsprozessen. Einige Hersteller ziehen sich aus klassischen Märkten wie dem TV-Markt zurück. Tendenziell, so seine Prognose werden lediglich zwei bis drei Marken bzw. Hersteller übrig bleiben. Mittelfristig erwarte er auch einen Preisanstieg, insbesondere bei brauner Ware. Den Grund dafür sieht er in der Angleichung des Wechselkurses Dollar/ Euro.

Eine Strategie zur Stärkung im Wettbewerb ist die Segmentierung bzw. die gezielte Ansprache bestimmter Zielgruppen durch Markt(laden)konzepte wie media@home. Kober betonte, dass es zum Erfolg solcher Konzepte notwendig sei, dass die Zentrale bestimmte Inhalte ihren Mitgliedern vorgebe.

Auch der Bereichsleiter Marketing, Jochen Mauch, stellte den Teilnehmern E-Commerce-Strategien der Verbundgruppe vor. Von zentraler Bedeutung war dabei die neue Onlinestrategie, die in der Form eines Marktplatzes gestaltet ist. Zudem beschäftigten die Teilnehmer der Frühjahrssitzung Kundenbindungssysteme, Content Marketing und der sinnvolle Einsatz von Prospektwerbung aus heutiger Sicht.

Neben Kober und Mauch fanden weitere spannende Vorträge über Möglichkeiten der digitalen Vernetzung statt. So präsentierte Martin Greff von der Akademie der Verbundgruppen (ADV) Einsatzmöglichkeiten von Webinaren in der Mitgliederkommunikation. Die Möglichkeit dieser ortsunabhängigen Onlinemeetings ist vor allem zeitlich und finanziell gewinnbringend.

Welche Trends sich im deutschen Online-Handel abzeichnen, verriet Maria Klees, Projektmanagerin eBusiness-Lotse Köln c/o IFH Köln. In ihrem Vortrag gab Sie den Teilnehmern Einblicke in aktuelle Marktstudienergebnisse.

Der Ausblick geht hier bis zum Jahr 2020. Sie stellte fest, dass sich ein erfolgreiches Geschäft für Unternehmen ohne Onlinestrategie künftig als äußerst schwierig gestalten werde. Dabei ging sie bewusst auf aktuelle und zukünftige Anforderungen an stationäre und Online-Händler ein. Der Erfolg im Markt hänge maßgeblich davon ab, wie ein Händler im E-Commerce auftrete. Das Bespielen aller wichtigen Kanäle spielt eine große Rolle. Denn dadurch könnten Unternehmen alle relevanten Zielgruppen parallel und trotzdem gezielt bedienen.

Ein wesentlicher Trend sei der Verkauf über eine inszenierte Warenpräsentation, so die IFH-Expertin. Der Verkauf über die reine Masse von Ware sei heute dagegen nicht mehr zielführend. "Der Kunde möchte den Kauf als Erlebnis wahrnehmen", brachte es Klees auf den Punkt.

Weitere Informationen:

Webseite der EURONICS eG
ADV-Veranstaltungshinweis: Mit Webinaren erfolgreich intern kommunizieren

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