BD Bau: Wie BAUEN+LEBEN auf Franchise umstellt

Die Baubranche ist im Wandel. Fusionen, Digitalisierung, Trends: Langweilig wurde es beim BranchenDialog Bau jedenfalls nicht. Das Gremium traf sich am 14. Juni auf Einladung von BAUEN+LEBEN in Krefeld.

Krefeld, 16.06.2016 – Das hat beeindruckt. Wie erfolgreich Baustoffunternehmen umstrukturieren können, beweist auch die BAUEN+LEBEN Service GmbH & Co. KG. Die Systemzentrale, die gleichzeitig auch Gastgeber des zweiten BranchenDialogs Bau war, hat einen erfolgreichen Weg von der lokalen Allianz über den Systemverbund zum Franchise-System hinter sich gebracht.

Der 2. BranchenDialog Bau tagte am 14. Juni 2016 auf Einladung der BAUEN+LEBEN Systemzentrale in Krefeld.Selbst Vertreter großer Baustoffkooperationen, die am 14. Juni an der Sitzung in Krefeld teilnahmen, staunten nicht schlecht. Worauf es dabei ankommt, erklärten Patrick Nowak, Geschäftsführer der BAUEN+LEBEN und Peter Nöcker, der die Leitung Franchise verantwortet, den Teilnehmern des BranchenDialogs.

Zusammenarbeit mit Verbundgruppen

Dass bei einer Umgründung viele Aspekte bedacht sein müssen, weiß auch die Baustoffhandelzentrale. Mit zahlreichen Leistungen erleichtert sie ihren regionalen Baustoffhändlern die Arbeit. Von der Entwicklung einer zentralen Marke, der Übernahme der Lohn- und Gehaltsabrechnung, der zentralen Faktura von Rechnungen der Franchise-Partner an Kunden, der gemeinsamen Logistik, bis zu einem Corporate Design-Handbuch reichen die Vorarbeiten, die 2013 zur Umgründung in ein Franchise-System geführt haben.

Wie wichtig auch die Kooperation mit großen Verbundgruppen ist, erklärte die Gruppe anhand der Zusammenarbeit mit der EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. KG. Einig waren sich die Teilnehmer alle. Denn ohne das gemeinsame Wirken der Verbundgruppen mit den Unternehmen ist der Erfolg nur halb so groß.

Branchengrenzen verschwimmen

Dass das Kooperationsprinzip gerade in der Baustoffbranche immer mehr an Fahrt aufnimmt, diskutierten die Teilnehmer im Anschluss mit MITTELSTANDSVERBUND-Geschäftsführer Jörg Glaser. „Die Kooperationsdynamik im Baustoffhandel hat enorm an Geschwindigkeit gewonnen. Nichts ist unmöglich, jeder redet mit jedem“, erklärte Glaser, der den BranchenDialog Bau leitet. Die jüngsten Meldungen über gemeinsame Kooperationen von HOLZRING und Zentraleinkauf Baubedarf (ZEB) oder Baustoffring und EMV-Profi  zeigen, dass auch die Branchengrenzen immer weiter miteinander verschmelzen.

Verändertes Nutzungsverhalten durch hybride Kunden

Und auch die Themen Digitalisierung und Mitgliederpflege standen auf der Agenda. Wie sich Unternehmen kartellrechtskonform verhalten können, erklärte Dr. Marc Zgaga, der im Spitzenverband für die Themen Recht und Wettbewerb verantwortlich ist. Der Verband bietet seinen Mitgliedern Hilfestellungen bei Kartellrechts-Compliance in Verbundgruppen an, bei denen rechtliche Voraussetzungen im E-Commerce, der Insolvenzanfechtung und der steuerlichen Behandlung von Zentralregulierungsboni im Vordergrund stehen.

Zum Abschluss wurden den Experten der Baustoffbranche Vertriebs- und Marketingstrategien vorgestellt. Wie man relevante Daten von Zielgruppen im B2B-Vertrieb (z.B. Handwerker) dazu nutzen kann, die Vertriebe des Großhandels und der Verbundgruppen zur Gewinnung neuer Kunden und auch zur Gewinnung neuer Mitglieder zu befähigen, erklärte Udo Wälter, Geschäftsführer von e.com, den Teilnehmern. Durch ein ausgeklügeltes System können sogar auch Terminierungen vorgenommen werden.

Wie intelligent Onlinemarketingmaßnahmen mit Printaktionen verbunden werden können, erklärte Lars Staehler. Als Mitglied der Geschäftsleitung der Marketing Verbund Vertriebs GmbH weiß er ganz genau, worauf es heute beim hybriden Kunden ankommt.

Der nächste BranchenDialog Bau findet im Herbst diesen Jahres statt. Vernastaltungsort sowie das Datum werden noch bekannt gegeben.

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