Social Media als Marketing Tool – Herbstsitzung des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit

„Social Media is not a Trend – it´s a Revolution“ – mit diesem Motto startete der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit in seine Herbstsitzung zum Thema „Social Media als Marketing Tool“. Warum Videos der Content der Zukunft und soziale Netzwerke wie Schlüssellöcher sind, erfuhren die Teilnehmer des Gremiums am 02. und 03. November in Berlin auf Einladung des MITTELSTANDSVERBUNDES.

Berlin, 15.11.2017 – Unternehmen setzen seit Jahren nicht mehr nur auf TV-Kampagnen, Zeitung oder Radio, sondern sind zunehmend aktiv auf Facebook, Instagram oder Snapchat. Die BVG etwa hat mit der Kampagne #weilwirdichlieben - Alles Absicht über 12 Millionen Klicks auf Youtube erreicht und ist durch ihren witzigen und unkonventionellen Social Media Content auch außerhalb Berlins bekannt geworden.

Wie können Verbundgruppen und ihre Mitglieder Social Media für die Kommunikation nutzen? - dies und mehr erklärte Maren Kaspers in ihrem Workshop zum Thema "Social Media als Marketing Tool"Doch auch für Verbundgruppen bieten die sozialen Netzwerke ein unheimliches Marketing-Potenzial. Das Gremium Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit nahm dies zum Anlass, das Thema "Social Media als Markting Tool" näher zu beleuchten. Im Fokus: Wie können Verbundgruppen und ihre Mitglieder Social Media für die Kommunikation nutzen? Lassen sich sogar über die sozialen Netzwerke neue Auszubildende oder Mitarbeiter gewinnen? Und wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Public Relations und Marketing?

Gesagt, getan: Das Gremium traf sich also am 2. und 3. November auf Einladung des MITTELSTANDSVERBUNDES in Berlin. Am ersten Tag des Arbeitskreises startete die Gruppe zu einem Besuch beim Tagesspiegel. Wie funktioniert ein Redaktionssystem, wie sieht ein Newsroom aus? Dies und mehr erklärte Herr Lotz, zuständig für das Vertriebsmarketing beim Tagesspiegel.

Social Media is not a Trend – it´s a Revolution

Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit zu Besuch beim TagesspiegelDass Social Media mehr ist als liken und teilen, bewies Maren Kaspers – Bloggerin, Referentin und Coach – am zweiten Tag des Arbeitskreises. Die Social-Media-Expertin hegt eine Leidenschaft für Personalmarketing und kommt ursprünglich aus der klassischen Werbung. Sie arbeitete bereits als Social Media Manager bei REWE Digital im Bereich Employer Branding, bevor sie sich selbstständig machte. Mitarbeiter-Recruiting und Social Media Marketing über Snapchat, Youtube & Co? Maren Kaspers kennt die Dos und Dont´s für Arbeitgeber und Ausbilder. Auf dem Blog „Team HR“ berichtet sie über ihre Projekte.

In einer interaktiven Fragerunde wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Selbsteinschätzung gebeten: Wer zwitschert schon wie ein Profi auf Twitter? Wer verbringt wie viel Zeit online? Die Fragen sind berechtigt, denn: Noch nie war es so einfach, mit Interessenten in Beziehung zu treten, aktuelle Inhalte und Produktinfos schnell und einfach zu kommunizieren sowie neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen. Doch: Was darf ich sagen oder schreiben? Was passiert, wenn ich etwas sage, das meinem Unternehmen oder meinem Anschlusshaus nicht gefällt? Maren Kaspers berichtete aus ihrem Erfahrungsschatz und gab nützliche Tipps.

Abgrenzung Marketing, Werbung, PR

Die Begrifflichkeiten Marketing, Werbung und PR überschneiden sich zunehmend – doch der Teufel steckt im Detail, wie Maren Kaspers anschaulich erläuterte. „Wenn ein junger Mann ein Mädchen kennengelernt hat und ihr sagt, was für ein großartiger Kerl er ist, so ist das Marketing. Wenn er ihr sagt, wie reizend sie aussieht, so ist das Werbung. Aber wenn das Mädchen sich für ihn entscheidet, weil sie von anderen gehört hat, was für ein feiner Kerl er wäre, dann ist das Public Relations.“, zitierte Maren Kaspers den ehemaligen Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Banken, Alwin Münchmeyer und spickte ihre Erklärungen mit kleinen Skizzen.

Messenger-Dienste in der Business-Kommunikation

Die Social-Media-Expertin gab zudem Einblicke ins Rechte-Labyrinth von WhatsApp & Co.: Der Hauptvorteil dieser Messaging Apps ist, dass sie viel schneller und effizienter sind als Emails und zu einer verbesserten Teamkommunikation und höherer Produktivität führen. Allerdings weisen sie zahlreiche Schwächen und Nachteile bei der Anwendung im Unternehmen auf, etwa beim Thema Datenschutz. Wer sich die AGB der Facebook-Tochter einmal genauer anschaut, wird feststellen, dass die Nutzungsbedingungen die kommerzielle Nutzung des Messenger verbieten - die Dienste seien nur für eine private Nutzung bestimmt. Ende Juni 2017 urteilte zudem das Amtsgericht Bad Hersfeld, dass allein die Nutzung von WhatsApp gegen das deutsche Datenschutzrecht verstößt.

Dabei liegt in der Kommunikation über den Messenger-Dienst großes Potenzial, denn: Laut einer Studie von Yougov ist jeder fünfte Befragte der Meinung, dass WhatsApp und Chats in der Kommunikation mit Unternehmen schon längst überfällig sind, schon allein wegen der unkomplizierten Nutzung.

Nicht auf jeden Zug aufspringen, aber jeden Zug kennen

Ob Do-it-yourself-Videos oder Kurz-Clips zu Rezepten – der Kunde ist nicht mehr nur Ziel des Online-Marketings, sondern er findet darin statt. Er möchte selbst handeln, mitspielen, als Individuum wahrgenommen werden. Natürlich müsse man nicht auf jeden Zug aufspringen, aber man solle jeden Zug kennen, so Maren Kaspers Devise.

Fazit des Gremiums: Kommunikation ist alles, Kommunikation ist Information, Kommunikation ist ein Erfolgsfaktor – und: Verbundgruppen können auch mit wenig Aufwand eine Menge bewegen.

„Als Referent erlebt man viele unterschiedliche Seminare und Workshops, in denen die Teilnehmer inspiriert werden - diesen Workshop im Rahmen des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit habe aber auch ich selbst als inspirierend erlebt. Vier tolle Stunden mit motivierten Teilnehmern, die in angeregten Diskussionen deutlich gemacht haben, wie motiviert sie sind, in ihren Verbundgruppen die Themen Social Media und Personalmarketing voranzutreiben - ich bin begeistert und freue mich, dass ich dabei sein durfte.“, so das Fazit der Referentin.

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