Auf den Punkt gebracht: So stellen wir uns als Verband auf

1. Mit gutem Beispiel vorangehen:

DER MITTELSTANDSVERBUND digitalisiert seit zwei Jahren die gesamte Infrastruktur. Wir wissen also aus eigener Erfahrung sehr gut, welche Widrigkeiten und Heraus forderungen zu meistern sind. Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an einer noch effizienteren Kommunikation mit digitalen Mitteln.

2. Neue Personalpolitik:

MITTELSTANDSVERBUND-Präsident Günter AlthausZugleich findet bereits eine elementare Umstellung der personalpolitik des
Verbandes statt, die auf die Digitalisierungserfordernisse abzielt. Zu diesem Zweck stellt DER MITTELSTANDSVERBUND aktuell eine digitale Task Force von mindestens drei Experten für die Bereiche Politik, interne Vernetzung, Datenschutz- und Datenmanagement sowie Optimierung der digitalen Kommunikation zusammen.

3. Konkrete direkte Unterstützung unserer Verbünde auf breiter Linie:

a. Der Mittelstandsgipfel PEAK

ist als jährliche Spitzenveranstaltung des kooperierenden Mittelstandes Branchentreff und Plattform zugleich. Gerade auch für die Digitalisierung spielt hier der Dialog zwischen Praxis, Politik und Wissenschaft eine zentrale Rolle. Mit dem Kreativpreis, der im Rahmen der PEAK verliehen wird, werden die innovativsten Lösungen identifiziert und beispielgebend sichtbar gemacht.

b. StrategieDialog Multichannel

Der seit 2014 bestehende Kreis verantwortlicher Entscheider aus ca. 45 Verbünden findet im Rahmen von jährlich drei Zusammenkünften Gelegenheit, sich intensiv zum Thema der vielgestaltigen neuen Vertriebs- und Marketingkanäle auszutauschen, und mittels Workshops, Best Practice-Tutorials u. dergl. Lösungen für eCommerce-Herausforderungen vorzustellen und zu optimieren.

c. Vermittlung zur Startup-Szene

Aktuell wird eine weitere Veranstaltung konzipiert, bei der ausgewählte innovative Startups Gelegenheit bekommen sollen, sich den Verbundgruppen und deren Mitgliedern vorzustellen.

d. Akademie der Verbundgruppen (ADV)

Das Leistungsspektrum der in Montabaur ansässigen Akademie orientiert sich an den jeweils aktuellen Anforderungen des Marktes: zum einen werden offene Seminare für einzelne Verbundgruppen angeboten. Zum anderen auf die speziellen Bedürfnisse einzelner Verbundgruppen hin maßgeschneiderte Seminare, Fortbildungen und Qualifikationen zu den entscheidenden Themen konzipiert.

Die vom MITTELSTANDSVERBUND und der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG gemeinschaftlich betriebene Akademie richtet den Fokus ihrer Angebote jetzt schwerpunktmäßig auf Digitalisierung und Veränderungsprozesse. ADV wird deshalb bereits zunehmend als „Akademie für Digitalisierung und Veränderungsmanagement“ interpretiert.

e. Service-Kampagne in Kooperation mit Google

Von Google als Premium-Partner zertifizierte Internet- und eCommerce-Experten wurden vom MITTELSTANDSVERBUND individuell geprüft. Die besten unter ihnen vermittelt die ServiCon nun zu exklusiven Konditionen als Dienstleister für die Optimierung der digitalen Kommunikation in Verbundgruppen und vor allem deren Anschlussunternehmen – insbesondere betrifft dies die Erstellung von Websites und Webshops, AdWords-Kampagnen, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Synchronisierung des Auftritts auf verschiedenen Internet-Plattformen, Implementierung von Kundenbewertungstools etc..

Als Kick-off wurde der so genannte ServiCon-Ankertag initiiert, an dem sich die Dienstleister persönlich einem breiteren Interessentenkreis aus den Verbundgruppen empfehlen.

f. eBay-Kooperationsvereinbarung

Im Rahmen eines ambitionierten Pilotprojekts fördern wir die Nutzung der eBay- Plattform für unsere Mitglieder. Dadurch lassen sich enorme Retail-Potenziale im Online-Handel zunehmend leichter ausschöpfen.

4. Politische Interessenvertretung

mit besonderem Nachdruck in folgenden Belangen:

a. Wettbewerbs- und Kartellrecht weiter verbessern

Angesichts der radikalen Veränderungen der Wertschöpfungsstrukturen und
„Big-Data-Algorithmen“ fordern wir rechtliche Möglichkeiten für gemeinschaftliche preis gestaltung in Verbundgruppen, gerade für die Entwicklung und den wirtschaftlichen Vertrieb von Eigenmarken, die angesichts einer Vertikalisierung der Märkte eine unverzichtbare Maßnahme gerade für den lokalen Handel sind.

Aktuell lotet DER MITTELSTANDSVERBUND auf nationaler und europäischer Ebene intensiv die Möglichkeiten einer Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Die von Independent Retail Europe in Auftrag gegebene europaweite Studie wird hierzu wichtige Erkenntnisse und Argumente liefern. Der europäische Dachverband der Verbundgruppen, in dessen Vorstand DER MITTELSTANDVERBUND mitwirkt, hat das erwähnte Forschungsprojekt aktiv unterstützt.

b. Datenschutzgrundverordnung mit Augenmaß umsetzen

DER MITTELSTANDSVERBUND ist für Standards und Transparenz. Jedoch dürfen diese nicht in Überregulierungen ausarten. Als oberstes Gebot müssen Verbundgruppen und deren Anschlusshäuser Daten zur Schaffung von Mehrwert nutzen können. Dies beseitigt die Nachteile gegenüber global agierenden eCommerce-Playern und geschieht keineswegs nur zugunsten von Unternehmen, sondern letztlich zu Gunsten des Kunden.

c. Digitale Infrastruktur erschließen

Die Digitalisierung des Mittelstandes kann wegen seiner dezentralen Standorte nur mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen bzw. Funknetzen gelingen. Laut BITKOM haben lediglich 7 Prozent des deutschen Mittelstandes Internet-Übertragungsraten von mehr als 50 Mbit/Sekunde!

Dagegen müssen schleunigst drastische Anstrengungen unternommen werden. Rund 90 Prozent aller in Verbundgruppen zusammen - geschlossenen lokalen Unternehmen sind nämlich außerhalb von Ballungsgebieten angesiedelt und insofern unmittelbar von diesen Defiziten betroffen.

d. Fachkräfte/Demografie

Gerade über den dezentral angesiedelten Mittelstand schwebt das Damoklesschwert eines akuten Mangels an Fach- und Führungskräften mit Digitalkompetenz. Deshalb sind politisch alle Anstrengungen zur Förderung des Technologieverständnisses in den Schulen und ländlichen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen zu unternehmen. Vor allem auch die Aus- und Fortbildung von Lehrern für allgemeinbildende und Berufsschulen ebenso wie von Hochschuldozenten müssen stärker gefördert werden.

5. ServiCon

Die dem MITTELSTANDSVERBUND als „Schwestergesellschaft“ verbundene ServiCon Service & Consult eG hat darüber hinaus den Auftrag, Vereinbarungen mit zentralen Playern zu treffen, z.B. über weitere eShop-Lösungen, eShop-Plattformen, IT-Consultants zur Beratung auch der Anschlusshäuser, Beratung und Begleitung, z.B. in Form von Erfahrungsaustauschgruppen (Erfas), Bündelungen betrieblicher Leistungen als Provisionsmodell (Versicherungen, Leasing etc.), zentrale Informationsbereitstellung für Verbundgruppen sowie (ggf. gemeinsam
mit der ADV) Qualifizierungsangebote mit neuem Schwerpunkt auf Digitalisierung.

Aktuell hält die Service & Consult eG (ServiCon), deren Gesellschafter ausschließlich Mitglieder des MITTELSTANDSVERBUNDES sein können („Schwestergesellschaft“), Rahmenverträge mit einer Vielzahl unterschiedlicher Dienstleister, die dann in der Regel als „White label“ von den Verbund -
gruppenzentralen für eine Förderung der Mitgliederbindung ihrerseits unter eigener Marke genutzt werden können.

In der Beschaffung von Energie-, Agentur-, Telekommunikations-, Versicherungsleistungen, Automobilen, Kassensystemen, Qualifizierungsmaßnahmen u.a. hat sich das Geschäftsmodell zugunsten der
Verbundgruppen bereits vielfach bewährt und wird von rund 180 Mitgliedern regelmäßig genutzt.

Im Zuge der Digitalisierung wird es verbundgruppenübergreifend entsprechende Dienstleistungen ausgewählter Unternehmen bündeln und vermitteln, sowie Markt- und Kundendaten erfassen, analysieren und aufbereiten.

6. Unterzeichnung der Charta digitale Vernetzung

Hervorgegangen aus dem Nationalen IT-Gipfel, unterstützt vom BMWi, wollen die Unterzeichner der Charta, zu denen seit 2017 auch DER MITTELSTANDVERBUND gehört, ganz gezielt Potenziale der digitalen Vernetzung erschließen, sowohl themen- als auch aktionsbezogen mit anderen Initiativen kooperieren, gute Beispiele digitaler Vernetzung prämieren und durch ihre Experten aus den Unternehmen Handlungsbedarfe aufzeigen.

7. „Dialogplattform Einzelhandel“

DER MITTELSTANDSVERBUND wirkt im Beirat dieses Forums mit, das als Projekt vom BMWi ins Leben gerufen wurde mit einer 3-jährigen Laufzeit von 2015 bis 2017. Gemeinsam mit Vertreten aller relevanten Gesellschaftsbereiche wurden Erkenntnisse erarbeitet, die als aktive Wissensplattformonline zugängig gemacht werden.

Im Bereich „Digitalisierung“ wurde schwerpunktmäßig die Veränderung der Kundenansprache, die Bereitstellung von Backend-Prozessen im Einzelhandel sowie die Möglichkeiten der Cross- und Omni-Channel-Strategien diskutiert.

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Robert SteinDER MITTELSTANDSVERBUND
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