PSVaG legt Jahresabschluss 2018 vor - Schadenvolumen auf niedrigem Niveau

Der Pensions-Sicherungs-Verein hat den Geschäftsbericht für sein 44. Geschäftsjahr vorgelegt. Für 2019 wird ein moderater Beitragssatz von unter 2 Promille erwartet.

Köln, 08.07.2019. Der Pensionssicherungsverein VVaG (PSVaG), gesetzlich bestimmter Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland und im Großherzogtum Luxemburg, hat den Geschäftsbericht für sein 44. Geschäftsjahr vorgelegt. DER MITTELSTANDSVERBUND nahm im Rahmen der Mitgliederversammlung am 08.07.2019 wiederum die Stimmrechte von mehr als 100 Verbundgruppen wahr.

Insolvenzschutz als Aufgabe

Ende 2018 waren beim PSVaG 95.100 (Vorjahr 94.795) Arbeitgeber mit insolvenzsicherungspflichtiger betrieblicher Altersversorgung gemeldet. Insgesamt stehen 11,1 Mio. (Vorjahr 10,9 Mio.) Versorgungsberechtigte unter Insolvenzschutz. Dabei handelt es sich um 4,0 Mio. Rentner und 7,1 Mio. Arbeitnehmer mit unverfallbaren Anwartschaften. Seit seinem Bestehen hat der PSVaG Ansprüche von über 1,4 Mio. Versorgungsberechtigten aus Insolvenzen gesichert. Diese Zahlen verdeutlichen die große sozialpolitische Bedeutung der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung.

Sehr wenig Insolvenzen, Schadenvolumen auf Vorjahr

Im Jahr 2018 haben den PSVaG mit 372 Insolvenzen so wenige Insolvenzen getroffen wie zuletzt in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Zahl der insolventen Arbeitgeber mit insolvenzsicherungspflichtiger betrieblicher Altersversorgung ist damit gegenüber den Vorjahren weiter zurückgegangen. Die Anzahl der durch den PSVaG zu übernehmenden Renten und Anwartschaften aus Arbeitgeberinsolvenzen ist mit 19.200 gegenüber dem Vorjahr (15.100) gestiegen, aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das Schadenvolumen lag im Jahr 2018 mit 659,6 Mio. € leicht über dem Schadenvolumen des Vorjahres (659,1 Mio. €). Dabei ist schon berücksichtigt und deshalb in der Bilanz nicht unmittelbar erkennbar, dass die Rückflüsse aus Insolvenzforderungen in Höhe von ca. 184 Mio. € das Schadenvolumen reduzierten.

Der Beitragssatz betrug für das Geschäftsjahr 2018 2,1 Promille. Dieser Beitragssatz war zu beziehen auf die von den Mitgliedsunternehmen gemeldete Beitragsbemessungsgrundlage in Höhe von insgesamt 345 Mrd. €.

Jahresabschluss vorgelegt

Die Bilanzsumme zum 31.12.2018 betrug rd. 6,5 Mrd. €. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist Erträge aus Kapitalanlagen von 69,8 Mio. € aus sowie 217,2 Mio. € Überschussbeteiligung vom Konsortium deutscher Lebensversicherer, mit dem der PSVaG bei der Abwicklung der übernommenen Renten zusammenarbeitet. Dem Ausgleichsfonds wurden 479,6 Mio. € zugeführt. Dieser hat nun eine Höhe von knapp 3 Mrd. € erreicht.

Prognose zum Beitragssatz 2019

Der durchschnittliche Beitragssatz aus den bisher 44 Geschäftsjahren liegt bei 2,7 Promille. Für die letzten fünf Jahre liegt er bei 1,6 Promille und für die letzten zehn Jahre bei 2,9 Promille.

Für die im Jahre 2007 begonnene Nachfinanzierung der sogenannten „Altlast“ - das sind die aus Insolvenzen bis einschließlich 2005 gesicherten, aber bis dahin noch nicht finanzierten unverfallbaren Anwartschaften - war einmalig ein Beitrag von rd. 2,2 Mrd. € zu erheben. Dieser wird in 15 Raten von 2007 bis 2021 fällig. Für die am 31.03.2018 fällige Rate waren 66,8 Mio. € zu zahlen. Von der Möglichkeit einer freiwillig vorfälligen Gesamtzahlung haben im Jahr 2018 weitere 230 Ratenzahler Gebrauch gemacht und insgesamt 2,1 Mio. € gezahlt.

Der Barwert aller gesicherten Anwartschaften beträgt 3,1 Mrd. €. Diesem stehen zum 31.12.2018 Deckungsmittel von rd. 2,9 Mrd. € gegenüber. Damit sind die gesicherten Anwartschaften am 31.12.2018 zu 93,6 % (Vorjahr: 90,6 %) kapitalmäßig gedeckt.

Aufgrund der geringen Schadenentwicklung der ersten Monate des Jahres 2019 ist aus heutiger Sicht für das laufende Jahr von einem moderaten Schadengeschehen auszugehen. Der PSV schätzt daher, dass ein Beitragssatz von unter 2 Promille anfallen könnte. Dies verkündete auf der Mitgliederversammlung des PSVaG der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Dieter Hundt. Nach Vorlage des von Vorstand und Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2018, des Lageberichtes sowie des Berichtes des Aufsichtsrates wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet.

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