Tarifrunde 2017 auf der Zielgeraden

Die neuen Lohn- und Gehaltstarife für die Verbundgruppen sind in den ersten Bundesländern abgeschlossen. Die restlichen Tarifgebiete sollen in den kommenden Tagen folgen. DER MITTELSTANDSVERBUND informiert über das Tarifergebnis.

Berlin, 29.06.2017 — Die Tarifrunde für die Verbundgruppen sowie den allgemeinen Groß- und Außenhandel ist auf der Zielgeraden. Nach dem ersten Abschluss in Nordrhein-Westfalen am 06. Juni wurden in einer Reihe anderer Bundesländer ebenfalls Einigungen zwischen Arbeitgebern und ver.di erzielt.

Ergebnisse der Tarifrunde 2017

Geschäftsführerin Judith RöderDer nordrhein-westfälische Tarifabschluss enthält folgende Komponenten:

  • Laufzeit: 24 Monate (01. Mai 2017 bis 30. April 2019)
  • 3 Nullmonate (keine Anhebung der Vergütungen von Mai bis Juli 2017)
  • ab 01. August: Anhebung der Löhne und Gehälter um 2,5 Prozent
  • ab 01. Mai 2018: Anhebung der Löhne und Gehälter um 2,0 Prozent
  • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 2,5 Prozent ab 01. September 2017 sowie um 2,0 Prozent ab 01. September 2018

Zwischenzeitlich wurden gleichartige Abschlüsse auch für die Verbundgruppen in Niedersachsen, Baden-Württemberg (Laufzeitbeginn 01. April 2017), Hamburg, Sachsen, Brandenburg, Bayern (Laufzeitbegin 01. April 2017) und Hessen erzielt.

Abschlüsse in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz erwartet

In den kommenden Tagen stehen noch Verhandlungstermine in Thüringen (03. Juli), Sachsen-Anhalt (05. Juli) und Rheinland-Pfalz (17. Juli) an.

Judith Röder, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Gewerblicher Verbundgruppen e.V. bewertet die Tarifabschlüsse als einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss. "Aus Arbeitgebersicht konnte in einem für Tarifverhandlungen schwierigen Umfeld mit steigender Inflationsrate und hohen Gewerkschaftsforderungen ein Abschluss erzielt werden, der noch unter dem Tarifergebnis aus 2015 liegt. Die Steigerung der Entgelte um 2,5 Prozent im Jahr 2017 konnte durch die drei Nullmonate so gestaltet werden, dass sie für die Unternehmen insgesamt wirtschaftlich tragbar ist", so Röder.

Kaum Belastung durch Streik

Positiv bewertet Röder, dass der Abschluss bereits in der dritten Verhandlungsrunde in Nordrhein-Westfalen zu einem so frühen Zeitpunkt erzielt wurde. So konnte die Belastung der Unternehmen durch Arbeitskämpfe möglichst gering gehalten werden. Zudem war nicht zu erwarten, dass eine länger andauernde Verhandlungsrunde zu einem günstigeren Ergebnis geführt hätte.

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