MITTELSTANDSVERBUND zu Besuch bei Freunden – Partnerschaftsprojekt mit brasilianischem Verband FEBRAMAT angestrebt

Eine „Fact Finding Mission“ des MITTELSTANDSVERBUNDES nach São Paulo, Porto Alegre und Brasilia bestätigte eindrucksvoll die guten Chancen für eine engere Zusammenarbeit im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die SEQUA geförderten Verbandspartnerschaftsprojekts.

Porto Alegre 03.Juni.2018 – Damit hätte die deutsche Delegation unter Beteiligung von MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann in mehr als 10.000 Kilometer Entfernung vom eigenen Verbandsstandort nicht gerechnet: rege und vielfältige Aktivitäten zahlreicher brasilianischer Verbundgruppen in unterschiedlichen Branchen mit durchaus ähnlichen Herausforderungen, wie sie in Deutschland zu bewältigen sind.

Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer DER MITTELSTANDSVERBUND, mit den Delegierten der "Fact Finding Mission".Fokussiert wurden die Untersuchungen auf eine mögliche Partnerschaft mit FEBRAMAT, dessen Geschäftsstelle in São Paulo bei einem Mitglied untergebracht ist. FEBRAMAT ist Dachverband von 19 Verbundgruppen im Baustoffhandel – in seiner Schlagkraft hinsichtlich der personellen und budgetären Ausstattung allerdings noch recht schwach. Deshalb zielt eine mögliche Zusammenarbeit darauf ab, weitere Dachverbände von Verbundgruppen anderer Branchen miteinzubeziehen und hierfür eine gemeinsame Plattform zu schaffen.

Hinweise gab es bereits zu einem Verband im Pharmasektor (Apotheken-Verbünde). Zudem wurde über Verbundgruppen in den Branchen Möbelhandel, Autoteilehandel und Lebensmittelhandel berichtet. Auch im Handwerk – beispielsweise bei Bäckern – gibt es vielfältige Ansätze, die unter anderem auf die frühere Initiative der Handwerkskammer München zurückzuführen sind.

Durch eine Zusammenarbeit im Rahmen eines Förderprojektes soll eine starke Gesamtplattform im Sinne einer Interessenvertretung der kleinen und mittleren Unternehmen möglichst vieler Branchen entstehen und die Professionalität und der Umfang der Dienstleistungen für Mitglieder erhöht werden.

Zwei Kontinente – aber in der Sache „eine Sprache“

Freilich gibt es noch erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Der Präsident von Febramat, Claudio Pacheco, beim Workshop bei Unisinos zur Erarbeitung des Konzeptes für eine Verbandskooperation mit dem MITTELSTANDSVERBUND.gesamtwirtschaftlichen Bedeutung und des Organisationsgrades zwischen den brasilianischen Verbundgruppen und den deutschen Kooperationen – jedoch spricht man in der Sache „eine Sprache“, obschon für den direkten Austausch zwischen den deutschen Delegationsteilnehmern häufig natürlich Sprachbarrieren überwunden werden mussten.

Unter den Delegierten befanden sich auch der einst langjährige Geschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES, Peter Schäfer, der zwischenzeitlich als selbständiger Berater tätig war und nun Inhaber des Instituts für Nachhaltige Unternehmensführung ist, sowie Christine Wolf, eine Mitarbeiterin der SEQUA, die als Tochtergesellschaft einiger Spitzenverbände der Wirtschaft und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (GIZ) die Fördermittel des Bundesministeriums für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für Kammer- und Verbandspartnerschaftsprojekte verwaltet.

Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer DER MITTELSTANDSVERBUND, mit den Delegierten der "Fact Finding Mission".Hilfreich war neben der offiziellen Übersetzung bei den meisten Terminen insbesondere die engagierte Mitarbeit der in Brasilia lebenden und perfekt portugiesisch sprechenden Projektgutachterin Carmen Langner, die im Auftrag der SEQUA das Vorhaben ausführlich bewerten und Erfolgskriterien für spätere Evaluierungen definieren wird.

Was für die Fact Finding Mission aber die allerbesten Voraussetzungen bot, war die langjährige Verbindung zwischen Prof. Douglas Wegner, der an der renommierten UNISINOS, einer jesuitisch geführten Universität mit 28.000 Studenten auf zwei Campussen in Porto Alegre und São Leopoldo lehrt, mit Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann.

Wegner hatte vor rund zehn Jahren im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes in Köln am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Handel und Distribution bei Prof. Dr. Lothar Müller-Hagedorn die Verbundgruppen in Deutschland studiert und seinerzeit wiederholt intensive Gespräche mit dem Verbandschef geführt. Seither gab es regelmäßige E-Mail-Kontakte und vor rund einem Jahr einen erneuten Besuch Wegners mit dem deutschstämmigen brasilianischen Unternehmensberater Adriano A. Dienstmann, unter anderem auch bei den Verbundgruppen EK/servicegroup, ElectronicPartner und hagebau. Inzwischen betreibt Wegner an der Business School der UNISINOS gemeinsam mit drei Kollegen praxisbezogene Forschung und Beratung in der brasilianischen Verbundgruppenszene. Diese Schlagkraft und das Know-how sollen in das Projekt eingebunden und für die Zusammenarbeit genutzt werden.

Besondere Historie: vom Rhein nach Brasilien

Wie hier bei der Verbundgruppe (Portugiesisch REDE) ConstruVip in der Nähe von Sao Paulo wurde die Deutsche Delegation überall sehr herzlich und interessiert empfangen.Die deutschen Besucher wurden sehr offen und herzlich bei allen Terminen sowohl in São Paulo als gerade auch in dem südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul empfangen. Die Region hat eine besondere historische Verbindung nach Deutschland – denn im Jahr 1824 kamen die ersten deutschen Auswanderer vom Rhein nach Brasilien und ließen sich in São Leopoldo nieder. Auch durch spätere Zuwanderungen ist die Region deutlich von deutschen Einflüssen geprägt. So wundert sich der Besucher beispielsweise über die verbreitete Biermarke „Eisenbahn“, deren Etikett auf das Deutsche Reinheitsgebot hinweist.

Beim Besuch der Deutschen Botschaft in Brasilia, bei der die Delegation das Die Deutsche Botschaft in Brasilia.Projektvorhaben präsentierte, sicherte Frau Dr. Annette Windmeisser, die das BMZ in Brasilien vertritt, ausdrücklich ihre Unterstützung zu.

Globale Beziehungen stärken: Mitwirkende herzlich willkommen

DER MITTELSTANDSVERBUND kann über das Förderprojekt seine Beziehungen nach Brasilien stärken und für seine Mitglieder unter anderem die Möglichkeiten in den Bereichen Bezug und Absatz verbessern. Außerdem bietet es für Führungskräfte und gerade auch junge Mitarbeiter die Gelegenheit, im Rahmen von Experteneinsätzen vor Ort oder der Begegnung mit Repräsentanten des brasilianischen Partners in Deutschland, die immer unentbehrlichere Kompetenz im Feld der globalen Beziehungen zu stärken.

Wer also Interesse an der Mitwirkung bei diesem Projekt hat, das etwa Reise- und Aufenthaltskosten für den partnerschaftlichen Austausch übernimmt, sei aufgemuntert, mit Dr. Veltmann rasch Kontakt aufzunehmen.

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